Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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nehm den Geruchsſinn von Ludovic in der Schenke an der Ecke der Rue Aubry⸗le⸗Boucher berührte, wo dieſe lange Geſchichte beginnt, die wir unſern Leſern zu erzählen im Zuge ſind; es waren Fafiou und der göttliche Copernic, mehr noch verbunden durch das Intereſſe, das Copernic hatte, ſich nicht mit Fafiou zu entzweien, als durch das, welches Fafiou hatte, ſich nicht mit Copernic zu veruneinigen.

Copernic hatte alſo Fafiou die unbedachtſame Ge⸗ berde vergeben, welche der Pitre auf Rechnung einer Nervenzuckung ſetzte, die er nicht habe bemeiſtern können; nur ließ Copernic Fafiou ſchwören, die Sache werde ihm nicht mehr begegnen, ein Eid, den Fafiou mit dem ſtillſchweigenden Vorbehalte leiſtete, mit deſ⸗ ſen Hülfe man nach der Behauptung der Jeſuiten ſchwören kann, ohne verbunden zu ſein, etwas zu halten.

Zehn Schritte von den zwei Künſtlern, und glück⸗ licher Weiſe durch eine compacte Maſſe von ihnen getrennt, waren Jean Taureau, unter ſeinem Arme haltend, wie ein Gendarme ſeinen Gefangenen hält, wie Gibaſſier ſeinen Agenten hielt, unter ſeinem Arme haltend das große blonde Mädchen, die Venus der Hallen, mit dem ſchlangenartig wogenden Leibe, die man Fifine nannte.

Wir ſagen glücklicher Weiſe, denn Jean Tau⸗ rean hatte Fafiou gerochen, wie Ludovic la Gibelotte gerochen hatte, obgleich wir den armen Jungen durch⸗ aus nicht beſchuldigen, er habe denſelben Geruch ausge⸗ dünſtet, und man weiß, welchen tiefen Haß, welchen eingewurzelten Widerwillen der robuſte Zimmermann gegen ſeinen ſchwächlichen Nebenbuhler hegte.

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