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lieutenant. Eine Ehrenescorte war ihm gegeben worden.
Alles ſchien alſo beſchwichtigt, als in dem Augen⸗ blicke, wo man es am wenigſten erwartete, derſelbe Mann, der ſchon das Aergerniß in der Kirche verur⸗ ſacht hatte, plötzlich wiedererſchien, als ob er zum zweiten Male unter der Erde hervorkäme.
Die Menge, ſobald ſie ihn erkannte, ſtieß einen Schrei der Entrüſtung aus.
Er aber ging auf den Officier zu, der die Ehren⸗ escorte commandirte, und ſagte ihm ein paar Worte ins Ohr, die Niemand hörte.
Sodann ermahnte er ihn laut, den Agenten Bei⸗ ſtand zu leiſten, um die jungen Leute zu verhindern, den Sarg zu tragen, und ihn auf den Leichenwagen niederſetzen zu machen, der beſtimmt ſei, den Her⸗ zog aus Paris zu führen.
Bei dieſer mit Anrufung der bewaffneten Macht zum zweiten Male erneuerten Prätenſion erhob ſich auf allen Seiten drohendes Geſchrei.
Unter dieſem Geſchrei unterſchied man deutlich die Worte:
„Nein, nein, willigen Sie nicht ein... Es lebe die Garde! Nieder mit den Mouchards! Nieder mit dem Polizeicommiſſär! An die Laterne mit dem Polizeicommiſſär!“
Und als natürliches Accompagnement dieſes Ge⸗ ſchreies entſtand vom Schweife bis zum Kopfe dieſer Menge eine Bewegung ähnlich der der Wellen der Fluth.
Die letzte Woge drang ſo nahe zum Commiſſär,
daß ſie ihn nöthigte, zurückzuweichen.
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