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„Mein lieber Carmagnole,“ ſagte Gibaſſier, in⸗ dem er ihm mit einem Augenwinke die Gruppe der fünf jungen Leute bezeichnete,„ich glaube, dieſe Herren erkennen uns; es wäre gut, wenn wir uns trennen würden, wohlverſtanden auf einen Mo⸗ ment. Ueberdies würden wir unſern Mann nur um ſo beſſer belauern, und es gibt einen Ort, wo wir uns mit Sicherheit immer wiederfinden.“
„Sie haben Recht,“ erwiederte Carmagnole,„man vermöchte nicht vorſichtig genug zu Werke zu gehen. Die Verſchwörer ſind ſchlauer, als man glaubt.“
„Sie ſprechen da eine ſehr gewagte Anſicht aus, Carmagnole; doch gleichviel, es iſt nichts Schlimmes dabei, glauben zu laſſen, was Sie ſagen.“
„Sie wiſſen, daß wir nur Einen zu verhaften haben?“
„Allerdings; was würden wir mit dem Mönche thun? Er brächte uns die ganze Geiſtlichkeit auf den Nacken.“
„lind zu verhaften unter ſeinem Namen Dubreuil, wegen des in der Kirche verurſachten Aergerniſſes.“
„Wegen keiner andern Sache.“
„Gut!“ ſagte Carmagnole, indem er ſich gegen rechts wandte, während ſich ſein Gefährte gegen links wandte.
Dann ſtellte ſich Jeder, eine krumme Linie be⸗ ſchreibend, Carmagnole auf die Rechte des Vaters und Gibaſſier auf die Linke des Sohnes.
Die Meſſe begann in dieſem Augenblicke.
Sie wurde mit Salbung geleſen, mit Sammlung
gehört. Nach Beendigung der Meſſe traten die jungen


