70
Zweifel gezogen werden konnte, nichtsdeſtoweniger war ſeine Bewunderung für den Polizeichef nur größer; die Scene, die er bezeichnet, das Gemälde, das er beſchrieben, hatten nur die Dauer des Blitzes gehabt, doch Scene und Gemälde hatten eriſtirt.
„Ei! ei!“ ſagte Carmagnole,„ich ſehe immer noch den Mönch, doch ich ſehe unſeren Mann nicht mehr.“
Gibaſſier erhob ſich auf den Fußſpitzen, ſchoß ſeinen geübten Blick in die Tiefen der Kirche, und lächelte.
„Ich ſehe ihn,“ ſagte er.
„Wo denn?“
„Zu unſerer Rechten, in ſchräger Linie.“
„Ich folge.“
„Schauen Sie.“
„Ich ſchaue.“
„Was ſehen Sie?“
„Einen Academiſten, der ſchnupft.“
„Das iſt, um ſich i zu erhalten; er glaubt, er ſei in einer Sitzung. Und was ſehen Sie hinter dem Academiker?“
„Einen Schlingel, der eine Uhr ſtiehlt.“
„Das iſt, um ſeinem alten Vater die Stunde zu ſagei, Carmagnole..„Und hinter dem Schlingel?“
„Einen jungen Mann, der ein Billet in das Ge⸗ betbuch eines Mädchens ſteckt.“
„Seien Sie überzeugt, daß dies kein Beerdigungs⸗ billet iſt. Und hinter dieſem glücklichen Paare?“
„Einen guten Mann, der ſo traurig ausſieht, als ob er begraben wünde. Ich, habe dieſen Mann bei allen Beerdigungen geſehen.“
——————————————
————en——


