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Carmagnole hielt lächelnd und ſich an ſeinem Triumphe weidend auch an.
Es ſchlug drei Viertel auf zwölf Uhr in der Himmelfahrts⸗Kirche.
Die zwei Männer ſchienen jeden fremden Ge⸗ danken zu verjagen, um die Stunde ſchlagen zu hören.
„Drei Viertel auf zwölf Uhr,“ ſagten ſie.„Gut! wir haben Zeit.“
Dieſer Ausruf bewies, mit welcher Aufmerkſam⸗ keit Jeder die Converſation verfolgte, in die er mit ſeinem Gefährten vertieft war.
Da ſich aber die Aufmertſamkeit noch lebhafter bei Gibaſſier, als bei Carmagnole erregt fand, inſo⸗ fern Gibaſſier es war, der fragte, und Carmagnole, der antwortete, ſo ſagte Gibaſſier:
„Ich höre.“
„Sie wiſſen vielleicht nicht, mein lieber College, da Sie nicht dieſelben Neigungen wie ich für unſere heilige Religion haben, Sie wiſſen nicht, daß die Stühlevermietherinnen ſich kennen wie die fünf Fin⸗ ger der Hand.“
„Ich geſtehe, daß ich das durchaus nicht wußte,“ erwiederte Gibaſſier mit jener erhabenen Offenher⸗ zigkeit der ſtarken Männer.
„Nun wohl,“ ſagte Carmagnole, ganz ſtolz, einen ſo gelehrten Mann etwas gelehrt zu haben,„dieſe Stühlevermietherin der Saint⸗Jaques⸗Kirche..5
„Die Barbette?“ unterbrach Gibaſſier, um zu beweiſen, daß er nicht ein Wort vom Geſpräche verlor.
„Die Barbette, ja, ſteht in einer engen Freund⸗ ſchaftsverbindung mit der Stühlevermietherin von


