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das heißt, die ganze Dicke ſeines Leibes zwiſchen ſie und ſeinem Gefährten ſetzte, denn vielleicht mit Recht glaubte er, er habe Alles zu erwarten von Seiten eines Menſchen, der zugeſtand, er wiſſe ſo viele Dinge, und ohne Zweifel noch mehr wußte, als er zugeſtand.
„Nein,“ fuhr Carmagnole fort,„meine Barbette iſt eine Stühlevermietherin in der Saint⸗Jaques⸗ Kirche und wohnt in der Impaſſe des Vignes.“
„Ah! was iſt eine Stühlevermietherin von der Impaſſe des Vignes,“ ſagte Gibaſſier verächtlich, „und was für eine armſelige Geſellſchaft beſuchen Sie, Carmagnole?“
„Man muß ein wenig von Allem ſehen, Herr
„Nun?“
„Ich ſage alſo, die Barbette vermiethe Stühle, und zwar Stühle, auf welche mein Freund Longue⸗ Avoine Sie kennen Longue⸗Avoine?“
„Vom Geſichte.
„Stühle, auf welche ſich zu ſetzen mein Freund Longue⸗Avoine nicht verachtet.“
„Und welche Beziehung hat dieſe Frau, die Stühle vermiethet, auf die ſich zu ſetzen Ihr Freund Longue⸗ Avoine nicht verachtet, zu dem Geheimniſſe, das ich zu ergründen wünſchte?“
„Eine unmittelbare Beziehung.“
„Laſſen Sie hören,“ ſagte Gibaſſier, während er mit den Augen blinzelnd ſtehen blieb und ſeine Daumen auf ſeinem Bauche ſich drehen ließ, das heißt, alle Mittel der Stimme und der Geberde an⸗ wandte, um zu ſagen:„Ich verſtehe nicht!“
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