Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Pfeiler anlehnen, darin finde ich auch nichts Wun⸗ derbares; nach drei bis vier Tagen und eben ſo vie⸗ len Nächten auf der Reiſe iſt es nicht erſtaunlich, daß er ſich, eine gewiſſe Müdigkeit fühlend, um aus⸗ zuruhen, an einen Pfeiler anlehnt. Daß er endlich durch eine logiſche Deduction errathen hat, ich werde meinen Mann eher links, als rechts finden, das be⸗ greife ich auch, da die linke Seite natürlich von einem Chef der Oppoſition gewählt werden muß. Alles dies iſt geſchickt, außerordentlich, aber durchaus nicht wunderbar, da es mir gelingt, mir darüber Aufſchluß zu geben. Was mich aber wundert, was mich in Erſtaunen ſetzt, was mich verdutzt, was mich in eine unbegreifliche Verwirrung verſenkt..

Gibaſſier hielt inne, als wollte er durch einen doppelten Verſtandesaufwand dazu gelangen, das Räthſel zu errathen.

Nun, das iſt? fragte Carmagnole.

Wie Herr Jackal die Nummer des Pfeilers, an den er ſich anlehnen würde, die Stunde, zu der er ſich daran anlehnen würde, und den Umſtand hat errathen können, es werde ein Mönch kommen und mit ihm ſprechen, indeß er daran angelehnt wäre.

Wie! ſagte Carmagnole,dies iſt es, was Sie in Verlegenheit ſetzt und Ihre Stirne mit einer Wolke bedeckt, Herr Graf?

Nichts Anderes, Carmagnole, antwortete Gi⸗ baſſier. Nun, das iſt ſo einfach, als alles Uebrige. Bah!

Es iſt ſogar noch einfacher. Wirklich?