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„Ja, es iſt wahr,“ erwiederte Gibaſſier;„Eines ſetzt mich in Erſtaunen, mein Freund.“
„Teufel! das iſt eine große Ehre für dieſes Eine.“
„Beſchäftigt mich alſo.“
„Sprechen Sie! und kann ich Sie von dieſer Sorge befreien, ſo werde ich mich als den glücklich⸗ ſten Menſchen betrachten.“
„Hören Sie. Herr Jackal hat mir geſagt, ich werde unſern Mann auf den Schlag zwölf Uhr in der Himmelfahrts-Kirche am dritten Pfeiler links vom Eingange finden.“
„Am dritten Pfeiler, ja.“
„Und mit einem Mönche ſprechend.“
„Mit ſeinem Sohne, dem Abbé Dominique.“
Gibaſſier ſchaute Carmagnole mit derſelben Miene an, mit der er Herrn Jackal angeſchaut hatte.
„Nun,“ ſagte er,„ich hielt mich für ſtark; es ſcheint, ich täuſchte mich.“
„Warum dieſe Demuth?“ fragte Carmagnole.
Gibaſſier blieb einen Augenblick ſtumm; er machte offenbar unerhörte Anſtrengungen, um mit den Augen des Luchſes die Finſterniß, die ihn verblendete, zu durchdringen.
„Nun wohl,“ ſagte er,„es iſt hierin eine äußerſt falſche Kunde.“
„Warum dies?“
„Oder, wenn ſie wahr iſt, ſo erfüllt ſie mich zu⸗ gleich mit Erſtaunen und mit Bewunderung.“
„Für wen?“
„Für Herrn Jackal.“
Carmagnole nahm ſeinen Hut ab, wie es der


