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bar einen kleinen Gang machen. Sehen wir, nach welcher Seite er wandeln wird.“
Gibaſſier löſchte die zwei Kerzen aus, welche auf ſeinem Tiſche brannten, und öffnete ſein Fenſter, ehe Herr Sarranti die Schwelle der Hausthüre über⸗ ſchritten hatte.
Einen Augenblick nachher ſah er ihn hinaus⸗ gehen und den Weg durch die Rue Saint⸗André⸗ des⸗Arcs nehmen.
„Ich bin ſicher, daß er zurückkommen wird,“ ſagte er zu ſich ſelbſt,„da er nicht errathen konnte, ich ſei da, um die Befehle zu behorchen, die er gab. Bah! keine Trägheit, treiben wir unſer Handwerk gewiſſen⸗ haft und erfahren wir, wohin er geht.“
Er ging raſch hinab und folgte ihm durch die Rue de Buſſy, über den Marché Saint⸗Germain, die Place Saint⸗Sulpice und in die Rue du Pot⸗de⸗Fer, wo er ihn in ein Haus eintreten ſah, ohne nur die Nummer anzuſchauen.
Gibaſſier war neugieriger als er: Herr Sarranti war in Nummer 28 eingetreten.
Gibaſſier ging die Straße hinauf, zog ſich längs dem Hotel Coſſé⸗Briſſac hin und wartete.
Er wartete nicht lange: Herr Sarranti trat nur ein und kam wieder heraus.
Doch ſodann, ſtatt die Rue du Pot⸗de⸗Fer hinab⸗ zugehen, ging er dieſelbe hinauf, das heißt, er ging an Gibaſſier vorbei, der ſich kluger und ſchamhafter Weiſe gegen die Mauer umwandte, und ſchlug den Weg durch die Rue de Vaugirard ein. Nachdem er eine Zeit lang dieſer Straße gefolgt, ſodann längs dem Odeon⸗Theater auf der Seite des Eingangs der


