Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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auszutauſchen, gegrüßt hatten, traten beide Reiſende in das Wirthshaus ein, gelangten in das Speiſe⸗ zimmer, ſetzten ſich Jeder an einen Tiſch, und ver⸗ langten zu frühſtücken, Herr Sarranti in vortreffli⸗ chem Franzöſiſch, Gibaſſier mit einem unverkennba⸗ ren deutſchen Accente.

Immer ſtillſchweigend, koſtete Gibaſſier verächt⸗ lich von allen Schüſſeln, die man ihm vorſetzte, und als er ſeine Rechnung bezahlt hatte und ſah, daß Herr Sarranti aufſtand, ſtand er auch auf und kehrte langſam und in der Stille zu ſeinem Wagen zurück.

Die zwei Poſtchaiſen ſetzten ſodann ihren zügel⸗ loſen Lauf wieder fort, wobei der Wagen von Herrn Sarranti immer dem von Gibaſſier voranfuhr, je⸗ doch nur um etwa zwanzig Schritte.

In dem Augenblicke, wo man gegen Abend in Nanch ankam, hatte der Poſtillon von Herrn Sarranti, der es, als erſter Brautführer von einem ſeiner Vettern, ſehr unangenehm gefunden hatte, ſeinen Schmaus wegen einer Station von elf Lieues, hin und zurück, verlaſſen zu müſſen, der Poſtillon von Herrn Sar⸗ ranti, durch ſeinen Kameraden davon unterrichtet, ſein Reiſender wünſche ſchnell zu fahren und bezahle gut, hatte ſeine Pferde einen raſenden Galopp lau⸗ fen laſſen, durch den er gute anderthalb Stunden an den zwei Poſten gewonnen haben würde und zu rechter Zeit zurückgekommen wäre, um den Ball zu eröffnen, hätten nicht in dem Momente, wo man am Abend in Nancy ankam, Pferde, Poſtillon und Wa⸗ gen auf einem jähen Abhange einen ſo entſetzlichen Purzelbaum gemacht, daß ein Schmerzensſchrei der