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Ausführung der Befehle, die er erhalten, nothwen⸗ digen Verkleidungen finden werde.
Dieſe Befehle waren ſehr einfach, aber darum, weil ſie einfach, nicht leichter ausführbar: ſie beſtan⸗ den darin, daß er Herrn Sarranti nicht aus dem Geſichte verlieren, ſich auf der ganzen Reiſe wie ſein Schatten an ihn anhängen und in Paris angekom⸗ men ſich beharrlich ihm anſchließen ſollte; und Alles dies ſo geſchickt, daß Herr Sarranti keinen Verdacht ſchöpfen könnte.
Herr Jackal verließ ſich auf die wohlbekannte Gewandtheit von Gibaſſier, was die Veränderung ſeines Coſtume und ſeines Geſichtes betraf.
Gibaſſier reiſte auf der Stelle nach Steinbach ab, fand das Gaſthaus, in dem Gaſthofe den Wa⸗ gen und in dem Wagen eine ganze Auswahl von Trachten, unter denen er als die wärmſte für die Reiſe die wählte, mit der wir ihn in dem Augen⸗ blicke, wo er wieder vor uns erſchienen iſt, aufge⸗ putzt geſehen haben.
Doch zu ſeinem großen Erſtaunen verging der Tag des 26. und ein Theil der Nacht folgte, ohne daß er einen Reiſenden ankommen ſah, deſſen Signa⸗ lement mit dem, welches man ihm gegeben, überein⸗ ſtimmte.
Endlich, gegen zwei Uhr Morgens, hörte er das Klatſchen einer Peitſche und das Klingen von Schel⸗ len. Er ließ anſpannen, blieb nur ſo lange, als er brauchte, um ſich zu verſichern, der durch das dop⸗ pelte Geräuſch angekündigte Fremde ſei wirklich Herr
Sarranti, und faſt ſicher, er habe ſeinen Mann, be⸗
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