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ner Mutter war, mochte ſie es nie gewußt haben, ihr erſter Gedanke war, dieſes Päckchen gehöre mir, ihr zweiter, es mir ſogleich zu bringen. Sie ſchloß die Schublade wieder, that den Schlüſſel an ſeinen Plat, fragte, wo ich ſei, erfuhr, ich ſei im Gewächshauſe, und lief ſchwimmend im Schweiße, wie ſie das erſte Mal war, als Sie ſie ſahen, herbei.
„Höre, Prinzeſſin Rina,““ ſagte das Kind, in⸗ dem es ſeine beiden Hände hinter ſeinem Rücken hielt, „ich will Dir ein Hochzeitgeſchenk machen.““
„Sie lachte; ich, ich war traurig.
„Was willſt Du damit ſagen, kleine Tolle?““ fragte ich.
„Ich will Dir ſagen, daß ich Dir auch etwas zu geben habe„Frau Gräfin Rappt, ich habe die Ehre, Ihnen dieſes kleine Geſchenk anzubieten; gefällt es Ihnen nicht, ſo iſt das nicht meine Schuld, weil ich ſelbſt nicht weiß, was es
„Und nachdem ſie das Päckchen auf meinen Schvoß geworfen hatte, lief. ſie, wie ſie gekommen war, in aller Haſt davon.— Erſt am Abend zwang ich ſie, mir zu ſagen, wie dieſe Briefe in ihre Hände gefallen waren. — Ich knüpfte das Band auf: etwa hundert Briefe fielen auf meinen Schvoß; alle hatten als Aufſchrift den Namen, den man mir zu geben pflegte, geſchrieben von der Hand von Herrn Rappt. Sie waren deutſch ge⸗ ſchrieben. Ich öffnete einen aufs Gerathewohl: bei der vierten Zeile hatte ich nichts mehr zu erfahren.. Beklagen Sie mich, Petrus, oder beklagen Sie viel⸗ mehr meine Mutter!“
Und dieſe Worte ſprechend, ließ die junge Frau weinend ihren Kopf auf die Schulter ihres Geliebten
allen. Petrus flüſterte ihr abermals ſanfte, tröſtende Worte
ins Ohr; abermals ſammelte er mit ſeinen Lippen die Thränen der jungen Frau; ſodann, als dieſer Sturm porübergegangen war, nahm Regina das Geſpräch in
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