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kung gewöhnt, derſelben keine Aufmerkſamkeit ſchenkte; — und jeden Tag erneuerte Fafiou gegen ſeinen Wohl⸗ thäter ſeine Dienſtanerbietungen, die derjenige, an wel⸗ chen ſie gerichtet waren, anzunehmen beſtändig ſich ge⸗ weigert hatte. Fafiou beharrte nichtsdeſtoweniger da⸗ bei, daß er regelmäßig Salvator ſeinen Beſuch und ſeine Dienſtanerbietungen machte; dieſer tägliche Act der Ergebenheit war bei ihm eine Gewohnheit geworden.
Die Rue aux Fers, wird man ſagen, war auf ſei⸗ nem Wege, um von der Place Saint⸗André⸗des⸗Arcs nach dem Boulevard du Temple zu gehen; doch wir, die wir Fafivu kennen, antworten hierauf, daß es nur von Salvator abhing, ſein Domicil nach der Barrière du Trone zu verlegen, und der redliche, dankbare Fafiou wäre in dieſem Falle durch die Barriere du Trone ge⸗ gangen, um von der Rue Saint⸗André⸗des⸗Arts zum Boulevard du Temple zurückzukommen.— Wie aber hatte dann dieſes ehrliche, naive Herz die Hoffnung, die Königin Tamatave vom bengaliſchen Tiger oder vom numidiſchen Löwen verſchlingen zu ſehen, nähren können, und zwar einzig und allein in der Abſicht, Mademoiſelle Muſette zu heirathen? Wir erwiedern nur Eines: die Liebe iſt eine Leidenſchaft, welche toll, blind, grauſam macht, und da Faſiou leidenſchaftlich liebte, ſo war er toll, blind, grauſam der Frau gegen⸗ über geworden, welche, ſein Schickſal in der Hand hal⸗ tend, ihm mit dieſer unvarmherzigen Hand die Thüre des Glückes verſchloß, indem ſie zur Bedingung dieſes Glückes machte, daß Fafiou Muſette erſt heirathen dürfe, wenn er auf eine geſicherte Art die Summe von dreißig Franken monatlich verdiene! Faſiou, der ſeit fünf Jahren nur fünfzehn Franken monatlich ver⸗ diente,— welche ihm mit einer ſo regelmäßigen Un⸗ regelmäßigkeit bezahlt wurden, daß die mittlere Summe ſeines Gehaltes nicht fünf Franken monatlich betrug,— Fafiou ſah aber nicht am fernſten Horizonte die Mög⸗ lichkeit einer ſolchen Gehaltsvermehrung entſtehen. Die


