Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5 1

CXII.

Was für einen Dienſt Salvator Fafiou geleiſtet hatte, und welche Art von Dienſt Salvator Fafiou ihm zu leiſten bittet.

War der Geiſt von Fafiou naiv, dergeſtalt naiv, daß er zuweilen bis an die äußerſten Grenzen der Dummheit gelangte, ſo war dagegen ſein Herz vor⸗ trefflich, und er wurde aufrichtig geliebt von ſeinen Ka⸗ meraden, obgleich er ihnen als Stichblatt und oft ſogar als Marterholz diente. Er war beſonders zur Liebe, wie man geſehen hat, und zur Dankbarkeit, wie man ſogleich ſehen wird, fähig.

In dem ſtrengen Winter, den man durchlebt, hatten die unglücklichen Komödianten, faſt einen Mo⸗ nat, wie die Lappländer, unter dem Schnee begra⸗ ben, während dieſes ganzen Monats nicht zehn Sous Einnahme täglich gemacht; da war ihnen Salvator durch Mittel, die ſelbſt denjenigen, welche er unter⸗ ſtützte, unbekannt, zu Hülfe gekommen, und ſeit dieſer Zeit begab ſich der Dankbarſte von Allen, der Beſte, der Naivſte der Truppe, unſer Pitre Fafiou, nach ſei⸗ nem Beſuche bei Muſette, welche an der Ecke der Place Saint⸗André⸗des⸗Arcs wohnte, zu Salvator, um ihm ſeine Ehrfurcht zu bezeigen und ihn zu fragen, welchen Dienſt er ihm in ſeiner kleinen Specialität leiſten könnte.

So währte die Sache drei Monate fort; alle Mor⸗ gen, von zwölf bis ein Uhr, empfing Salvator, wenn er an ſeinem gewöhnlichen Platze war, den Beſuch von Fafiou;— was erklärt, wie die Gegenwart von Fafiou in der Halle die von uns erwähnte Wirkung hervor⸗ brachte, und wie Fafivu, an die hervorgebrachte Wir⸗