368
mit Beſchreibungen, wie ſie für die Beſuche paßten, die er empfing: Edelleute, Soldaten, Handarbeiter, Kapi⸗ täne, Stutzer oder Bettler.
Geſchickt in allen Gewerben, mit allen Ländern durch ſeine Reiſen bekannt, mit allen Wiſſenſchaften vertraut, alle Sprachen ſprechend, alle Idiome wälſchend, nach und nach von den Handwerksleuten, den Beamten, den Kriegern, den Geiſtlichen, den Literaten und den Landleuten als College angeſehen; von den Deutſchen, den Engländern, den Italienern, den Spaniern, den Ruſſen und den Türken für einen ihrer Landsleute ge⸗ halten, war der Vater Galilée nicht die am wenigſten intereſſante Celebrität unter allen dieſen Celebritäten. Es war, um uns kurz zu faſſen, ein frecher, ein ſorg⸗ loſer, ein abenteuerlicher, ein fantaſtiſcher Zigeuner, in dem ſich tauſend verſchiedene Fähigkeiten vereinigt fan⸗ den, welche, wohl geleitet, aus ihm einen Mann von Genie gemacht hätten, ſich ſelbſt überlaſſen aber, um⸗ herſchweifend und launenhaft nur einen Empiriker und einen Marktſchreier aus ihm zu machen vermocht hatten.
Fafiou, man begreift dies wohl, mußte Nutzen aus den Lectionen des trefflichen Meiſters ziehen; nur ge⸗ langte er, minder glücklich begabt als Copernic, zu einer Gränze der Kunſt und der Intelligenz, die er nie überſchreiten konnte. Copernic war lange hartnäckig für ſeine Erziehung bemüht geweſen, doch er hatte darauf verzichtet, aus ihm, wenn nicht ſeinen Gehülfen, doch wenigſtens ſeinen Stellvertreter zu machen. Da er in⸗ deſſen nicht der Mann war, der irgend ein Subject ernährte, ohne es zu benützen, ſo war er darauf bedacht, Nutzen aus ſeinem albernen Weſen, ſeiner Raivetät und, mehr noch als Alles dies, aus ſeinem dummen Kopfe zu ziehen, und er hatte aus ihm einen Jocriſſe, einen Pierrot, einen Hanswurſt, einen Pitre, einen Rothſchwanz, eine Art von ſprechendem Debureau in höchſter Vollendung gemacht.
Künſtler in großer Anzahl kamen von den entfern⸗


