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„Das iſt wohl möglich!“ erwiederte Mademviſelle Fifine mit der gleichgültigen Miene, welche Jean Tau⸗ reau in Verzweiflung brachte.
„Oh! wenn ich das glaubte!“ rief der Zimmer⸗ mann, indem er ſeine eiſerne Gabel zwiſchen ſeinen Händen krümmte, wie er es mit einem Zahnſtocher ge⸗ than hätte.
Sodann ſich an la Gibelotte wendend:
„Siehſt Du, was mich ärgert, das iſt, daß ſie ſich immer in Creaturen vernarrt, welche keine Männer ſind, in Weißſchnäbel, die ich auf dem Daumen ver⸗ ſpeiſen würde, ſchämte ich mich nicht, mit ſolchen Fratzen⸗ geſichtern anzubinden, mit Leuten, die ich nicht anzu⸗ rühren wage, weil ich dieſe Bürſchchen, ſie berührend, zerbrechen würde! Bei meinem Ehrenworte! wenn Du ihn ſäheſt, dieſen Fafivu, Du würdeſt wie ich ſagen: „„Was iſt denn das? Iſt das ein Mann?““
„Ei! es gibt Neigungen aller Art,“ bemerkte Ma⸗ demoiſelle Fifine.
„Du geſtehſt alſo, daß Du liebſt?“ rief Jean ihn aureau.
„Ich ſage nicht, daß ich ihn liebe, ich ſage, es gebe Neigungen aller Art.“
Jean Taureau ſtieß eine Art von Gebrülle aus, zerſchmetterte ſein Glas auf den Platten der Schenke und ſprach:
„Was für Gläſer ſind das, Kellner? Glaubſt Du, Jean Taureau pflege aus Fingerhüten zu trinken? Bringe mir ein Schoppenglas!“
Der Kellner war an die Manieren von Jean Taureau, der zu den Kunden des Hauſes gehörte, ge⸗ wöhnt; er ſtellte auf den Tiſch den verlangten Gegen⸗ ſtand, der eine halbe Flaſche faſſen mochte, und hob die Bruchſtücke des Glaſes auf.
Jean Taureau ſchenkte ſein neues Glas bis an den Rand voll und leerte es auf einen Zug.
„Schön!“ ſagte Fiſine,„das fängt gut an! Ich


