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einen ſo mächtigen Einfluß auf das Leben des Zimmer⸗ mann übte.
Mademviſelle Fifine bot beim erſten Anblicke nichts,
was dieſen unerhörten Einfluß rechtfertigte, wenn nicht, daß nach einem der Geſetze des Gleichgewichts der Natur die Stärke zuweilen der Schwäche unterworfen iſt. Es war eine große Perſon von zwanzig bis fünfundzwan⸗ zig Jahren,— nichts iſt ſo ſchwierig, als genau das Alter einer Frau aus dem Volke von Paris zu ſagen, — gealtert vor der Zeit durch das Elend oder die Ausſchweifung; ihr bleicher Kopf mit den kohlſchwar⸗ zen Augen war bloß, mit blonden Haaren, welche herrlich an den Schläfen einer Frau der Welt geweſen wären, indeß ſie die Hälfte ihres Werthes durch ſchlechte Pflege verloren; der Hals war mager, aber wohl an⸗ gefügt und ziemlich anmuthig gerade in ſeiner Mager⸗ keit; die Hände waren ſchön, mehr bleich als weiß; eine Elegante hätte die Mängel davon verſchwinden gemacht, die guten Eigenſchaften verdoppelt, und es wäre ihr mit dieſen Händen gelungen, wegen ihrer Hände angeführt zu werden; der ganze, unter einem roßen wollenen Shawl und einem etwas paſſirten ſeidenen Kleide wogende, Körper hatte das biegſame Schwanken der Schlange oder der Sirene: man hätte glauben ſollen, wenn man ſie ohne Unterſtützung ließe, werde ſie ſich beugen wie eine junge Pappel unter dem Winde; was endlich in dieſem Ganzen vorherrſchte, war eine Art von träger Sinnlichkeit, der es nicht an Keiz gebrach, und die,— man ſieht es wenigſtens an dem Einfluſſe, den ſie über Jean Taureau erlangt,— nicht ohne Reſultat geweſen war.
Dem Zimmermanne waren der Stolz und die Freude auf die Stirne gemalt. War es Laune, war es Gleich⸗ gültigkeit, Mademoiſelle Fifine willigte nur ſelten ein, mit ihm auszugehen, außer wenn er ihr anbot, ſie ins Theater zu führen. Mademviſelle Fifine betete das Theater an, doch ſie wollte nur ins Orcheſter oder auf


