Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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tor, der ihn nicht ſehen konnte, da er den Kopf der andern Seite zugewendet hatte.

„Halt! da iſt Herr Salvator!“ ſagte der junge Mann mit einem mit Freude gemiſchten Erſtaunen.

„Herr Salvator?“ fragte das Mädchen.„Mir ſcheint, ich habe dieſen Namen ſchon gehört.“

„Und Du kannſt ſogar ſagen, Du habeſt ſein Ge⸗ ſicht geſehen, Prinzeſſin... geſehen oder erſchaut. Du warſt allerdings an dieſem Tage ſehr beſchäftigt, armes Kind, und man ſieht ſchlecht mit thränengebade⸗ ten Augen.“

„Ah! ja, in Meudon, nicht wahr?“ ſagte das Mädchen.

„Ganz richtig, in Meudon.“

„Nun wohl,“ ſprach das Mädchen erſtaunt und mit leiſer Stimme,„aber wer iſt denn Herr Salvator?“

„Es iſt ein Commiſſivnär, wie Du fiehſt.“

„Weißt Du, daß er ſehr gut ausſieht, Dein Com⸗ miſſionär?“

„Und er iſt noch viel beſſer, als er ausſieht,“ er⸗ wiederte der junge Mann.

Dann machte er eine halbe Wendung rechts, um ſich vor den Commiſſionär zu ſtellen, und ſagte, indem er ihm die Hand reichte:

„Guten Morgen, Herr Salvator!“

Salvator erhob ſich halb wie ein Paſcha, der Au⸗ dienz gibt, ſchaute denjenigen, welcher ihn grüßte, an, nahm dann ohne Zögern und wie ein Mann, der glaubt, ſeine Intelligenz mäche ihn zu jedes Menſchen auf der Welt Gleichen, die Hand, die man ihm reichte, und antwortete:

„Guten Morgen, Herr Ludovic!“

Es war wirklich Ludovic, der auf das Verlangen der Perſon, welche ihm den Arm gab, ein paar Dutzend Auſtern in der Schenke zur Goldenen Muſchel gegeſſen hatte, die im Rufe ſtand, ſie öffne die friſcheſten Auſtern und ſie entpfropfe den beſten Chablis der ganzen Halle.