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War es aus dieſem rein moraliſchen Grunde oder aus einem andern ein wenig mehr phyſiſchen, daß die Kundſchaft von Salvator faſt ausſchließlich aus Frauen beſtand? Wir vermöchten es nicht zu ſagen, und wir laſſen unſern Leſern die Freiheit, ſich ſelbſt eine Mei⸗ nung hierüber zu machen.
Für die Vorübergehenden und für die Leute, wel⸗ chen wenig daran lag, zu wiſſen, was ſich im Geiſte oder im Herzen von Salvator bewegte, ſchaute Salva⸗ tor die Einzelheiten des reizenden Brunnens an, welche anzuſchauen uns nicht mehr einfällt, ſo ſehr ſind wir mit denſelben ſeit unſerer Kindheit vertraut, oder Sal⸗ vator überließ ſich auch einigen von jenen Träumereien, welche den Träumer dergeſtalt iſoliren, daß er am Ende mitten unter dieſer Menge, ſo beträchtlich ſie ſein mag, mit ſeinen Gedanken ganz allein iſt.
Doch für uns, die wir ihn von lange her kennen, ſchaute Salvator nicht den Brunnen an, träumte Sal⸗ vator nicht: nein, Salvator beobachtete und horchte,— in Erwartung einer Botſchaft, die ihn ſeiner Unbeweg⸗ lichkeit entziehen würde,— Salvator bildete ſich mit
Allem dem, was im Bereiche ſeiner Augen und Ohren vorging, eine Beute, aus der er im gegebenen Momente nur zu ſchöpfen hatte, um den glänzenden Karfunkel hervorzuholen, der Aller Augen blendete und machte, daß man ihn als einen Zauberer anſah.
und dennoch war, unter Allem dem, Salvator eher der Mann der That, als der Idee. Gewöhnlich,— und wir haben ihn ſo verfahren ſehen,— handelte er, ſtatt zu träumen, und wenn er zu träumen ſchien, ſtatt zu handeln, ſo war dies ſo, weil er, wie ein geſchickter Maſchiniſt, eine Docorationsveränderung, ein unbe⸗ kanntes Kunſtſtück in der Art der Feerei vorbereitete, die ſich in ſeinem Geiſte geſtaltete.
Andererſeits, obgleich er in dieſem Augenblicke un⸗ thätig war, war es ihm doch ſehr ſchwer, ſich der
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