Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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traurigeren und, wir möchten ſogar ſagen, bedrohliche⸗ ren Anblick anz man hätte ſich, durch einen Sprung rückwärts, an den Hof von Ludwig XKIV., am Vor⸗ abend der Widerrufung des Edicts von Nantes, ver⸗ ſetzt geglaubt. In den Tuilerien gänzlich unterdrückt, waren die Schauſpiele und die Bälle durch Conferenzen, Predigten, Frömmigkeitsübungen erſetzt worden. Der alte König brachte ſein Leben mit Jagen und Beten hin. Man öffne aufs Gerathewohl ein Journal aus jener Zeit, am Anfange, am Ende, oder in der Mitte des Jahres, und man wird darin die unveränderliche, tägliche, ſtereotype Phraſe finden, welche die Drucker hatten clichiren laſſen, um die Koſten des Satzes zu erſparen:

„Dieſen Morgen um ſieben Uhr hat der König die Meſſe in der Kapelle gehört.— Um acht Uhr iſt Seine Majeſtät auf die Jagd gefahren.“

Zuweilen änderte man indeſſen die Formel, und von Zeit zu Zeit ſetzte man, ohne Zweifel aus Furcht vor Monotonie:

„Dieſen Morgen um acht Uhr iſt Seine Majeſtät auf die Jagd gefahren.— Um ſieben Uhr hatte ſie die Meſſe in ihren Gemächern gehört.“

Man hätte glauben ſollen, die Bevölkerungen müſſen vor Freude entzückt, vor Bewunderung außer ſich ſein, wenn ſie alle Morgen dieſe intereſſante Neuig⸗ keit leſen, und man hat Mühe, zu begreifen, wie ſie ſich gegen einen König empören konnten, der ſo devot vor den Jeſuiten und ein ſo großer Jäger vor dem Herrn war!

Der Herr Herzog von Angoulsme, der ſeit dem Tode von Ludwig XVM. keinen andern Willen mehr hatte, als den ſeines Vaters, modelte ſich in Allem nach ihm, richtete ſein Leben nach dem von Karl K. ein, und überließ ſich denſelben Religions⸗ und Jagd⸗ übungen.

Die Frau Herzogin von Angouléme wurde von