Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Ein ängſtlicher und grämlicher, räuberiſcher und eiferſüchtiger, despotiſcher und aufhetzender Geiſt, hält ſich der Jeſuitismus wie ein finſteres Geſpenſt unter dem Thronhimmel, hinter dem königlichen Stuhle auf. Niemand ſieht ihn: Jedermann erräth ihn! Von hier bläſt er dem König ſeine Anatheme gegen jeden Ruhm, ſeine Eiferſucht gegen jedes Glück, ſeinen Haß gegen jede Intelligenz, ſeinen Widerſtand gegen alle edle Ge⸗ danken ins Ohr. Er fürchtet jede freie Seele, jeden erhabenen Geiſt, jede unabhängige Exiſtenz, er hat Recht: Alles, was nicht ſein Diener oder ſein Sklave iſt, iſt ſein Feind!

Die Umſtände waren aber ernſt, und der Kampf verſprach heftig zu werden.

Die öffentliche Meinung und die unabſetzbaren Be⸗ hörden widerſetzten ſich kräftig dem Umſichgreifen dieſer Theokratie; doch der König, doch das Miniſterium, doch alle Functionäre der Regierung erhielten das Loſungs⸗ wort von Montrouge und Saint⸗Acheul und befolgten es blindlings.

Man witterte unbeſtimmt, in einer Zeit, wo man dies für unmöglich gehalten hätte, etwas wie einen Religionskrieg. Wo ſollte dieſer Krieg ausbrechen? Man wußte es nicht; doch aller Wahrſcheinlichkeit nach würde das Schlachtfeld in Portugal ſein, und um die⸗ ſen Krieg zu unterſtützen, floß das Geld von allen Klöſtern, von allen Conventen, von allen jeſuitiſchen Aſſociationen Italiens, Frankreichs und Spaniens nach der Halbinſel.

Das Jubiläum von 1826 war in Valencia mit einem Auto da Fe geſchloſſen worden: der Ketzer Ri⸗ poli war verbrannt worden, als befände man ſich noch im vierzehnten Jahrhundert. Das war der den libera⸗ len Ideen hingeworfene Handſchuh; das war die Trom⸗ pete der Herausforderung vor dem Schloſſe Windſor ertönend. Was wagte Spanien? Hatte es nicht Frank⸗ reich, Italien und Oeſterreich zu Verbündeten? Hießen