Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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ſpiel zu dienen, ich weiß, ſage ich, daß ſich die Schatten der großen Männer der Vergangenheit immer zwiſchen uns und die großen Männer der Gegenwart ſtellen und uns verhindern, unſere Zeitgenoſſen in ihrem wahren Lichte zu ſehen; doch es trennt uns ſchon ein Vierteljahrhundert von 1827: wir können alſo rück⸗ wärts ſchauen, und deutlich, wie vom Gipfel eines Berges herab, diejenigen ſehen, die wir nur unbeſtimmt unten erſchaut haben, während wir mit ihnen im Thale oder im Walde reiſten.

Der Keim der Revolution von 1830 iſt im Schvoße Frankreichs ſchon ſeit den erſten Monaten des Jahres 827 niedergelegt. Dieſe Schauer, welche die große Nation empfindet, und die ſie zugleich vor Schrecken und vor Hoffnung beben machen, das iſt das Leben, das in der Frucht ſeiner Eingeweide zu ſchlagen an⸗ fängt.

Die Geburt wird langſam, mühſam, peinlich ſein; die Schmerzen werden drei Jahre dauern, doch die Ent⸗ bindung wird ſchön ſein unter der Juliſonne.

Das Jahr 1827 iſt fruchtbar an Ungerechtigkeiten, ich weiß es wohl: die Nationen brauchen ungeſchlachte Ge⸗ burtshelfer, damit die Ideen Ereigniſſe werden.

Nehmen wir alſo offen dieſe Reihe von Knechtun⸗ gen und von Corruptionen, von Lügen und Gewalt⸗ thaten, von Verfolgungen und von Betrügereien, welche das Jahr der Incarnation verherrlichen, in Angriff.

Unter dem Drucke der Jeſuiten von Montrouge und Saint⸗Acheul verſinkt die Regierung von Karl X. auf dem gekrümmten Wege, aus dem ſie nicht mehr herauskommen kannz denn ſie iſt ſtumm bei den Kla⸗ gen, taub für die Warnungen. An einem Tage brand⸗ markt ſie die heiligſten Unabhängigkeiten, an einem andern Tage verbannt ſie die öffentlichen Tugenden, mißkennt ſie die geleiſteten Dienſte, befleckt ſie die Illu⸗ ſtrationen, entfernt ſie das Gute, winkt ſie dem Böſen herbeizukommen.