Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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wie doppelt erſchrocken,— ſowohl über den Rath, als über den Titel, den man ihm gab.

„Ja, Sire,“ wiederholte Sarranti,„Stille, Stille in dieſem Gefängniſſe, wo Eure Majeſtät ein ſo ſchmerz⸗ liches Märtyrthum vollbringt! Doch die Zeiten ſind nahe, wo wir Ihren großen Namen in der Sonne aus⸗ rufen können, mit ſolchen Stimmen, daß der Ocean ihn von Welle zu Welle bis an das Grab Ihres Vaters tragen wird! Brechen Sie alſo Ihre Ketten, brechen Sie Ihre Gitter, und laſſen Sie uns gehen!“

„Sarranti,“ ſprach der Prinz mit einer feſten Stimme, welche bezeichnete, wenn ſein Entſchluß ein⸗ mal gefaßt ſei, ſo werde er nie mehr davon abgehen, „hören Sie mich an. Vorausgeſetzt, ich willige ein, Ihnen zu folgen, ſo muß ich, ehe ich dieſen großen Entſchluß faſſe, mich noch lange mit Ihnen beſprechen. Ich habe Ihnen tauſend Einwendungen zu machen, die Sie beſiegen werden, ich bezweifle es nicht: doch Sie begreifen, mein Freund, ich will nicht fortgeriſſen wer⸗ den, ich will überzeugt ſein. Mein Ehrgeiz war bis jetzt, bei der Armee eine einfache militäriſche Auszeich⸗ nung zu erlangen.. Nun träume ich einen Thron, und welchen Thron? den von Frankreich! Sehen Sie, welchen Weg Sie mich in ein paar Stunden haben machen laſſen; ſehen Sie, mit welchen Rieſenſchritten wir, ſeit dem Sie hier, marſchirt find! Gönnen Sie meiner Seele den morgigen Tag, um ſich zu erholen, Sarranti; bis dahin werde ich mich in der Einſamkeit und in der Stille im Tragen der großen Rüſtung meines Vaters verſucht haben; und Sie werden hoffentlich einen Mann an dem Platze finden, wo Sie ein Kind gelaſſen ha⸗ ben. Aber heute, mein Freund, iſt mein Herz voll von ſo verſchiedenartigen Gefühlen, daß ich unfähig wäre, mit Ihnen mit der für die Ueberlegung eines ſo weit umfaſſenden Planes nothwendigen Kaltblütigkeit zu ſprechen. Geben Sie mir vierundzwanzig Stunden,

Die Mohicaner von Paris. W. 19