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„Seine Lieblingskarte, eine Karte von Aſien lag auf dem Tiſche ausgebreitet.
„„Kommen Sie,““ ſagte er,„„Sie werden be⸗ greifen. Ich erkläre dem Kaiſer von Rußland den Krieg, ich gehe mit fünfmalhunderttauſend Mann und zweihundert Kanonen über den Niemen, ich ziehe in Wilna ohne einen Flintenſchuß ein, ich nehme Smo⸗ lensk und marſchire bis Moskau; unter den Mauern der Stadt liefere ich eine von den Rieſenſchlachten wie Auſterlitz, wie Eylau, wie Wagram; ich vernichte die ruſſiſche Armee und ziehe in die Hauptſtadt ein. Dort dictire ich meine Bedingungen für den Frieden. Der Friede, das iſt der Krieg gegen England, doch der Krieg in Indien. Eines Tags hören Sie ſagen, ein Mann, der hundert Millionen Menſchen gebiete, der in ſeinem Glücke die Hälfte der Bevölkerung der Chriſten⸗ heit fortreiße, deſſen Befehle in einem Raume, der 19 Grade Breite und 30 Grade Länge in ſich begreife, vollzogen werden, rücke durch Khoroſſan heran, um In⸗ dien zu erobern. Da ſagen Sie zu Ihrem Maharad⸗ ſcha:„„Dieſer Mann iſt mein Herr und Euer Freund. Er kommt, um die unabhängigen Throne Indiens zu befeſtigen, und um vom Perſiſchen Meerbuſen bis zu den Mündungen des Indus die Macht Englands zu vernichten. Rufet alle Könige, Eure Brüder, zur Em⸗ pörung auf, und in drei Monaten wird Indien frei ſein.“.
„Der General Lebaſtard ſchaute Ihren Vater, Sire, mit einer Bewunderung an, welche bis zum Schrecken ging. Der Kaiſer fuhr fort:
„„Wie ich Ihnen meinen Plan für den ruſſiſchen Feldzug geſagt habe, ſo theile ich Ihnen nun meinen Plan für den indiſchen Feldzug mit. England wird mir entgegen kommen oder mich mit einer Armee von fünfzigtauſend Mann erwarten, worunter achtzehn bis zwanzigtauſend Engländer und dreißig bis vierzigtau⸗ ſend Eingeborne. Ueberall, wo ich die angloeindiſche


