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ſich in die Tuilerien den General Lebaſtard de Prémont berufen, von dem er wußte, er könne ſich auf ſeine Er⸗ gebenheit verlaſſen.
„Für Alle iſt der ruſſiſche Feldzug mit einem ge⸗ heimnißvollen Schleier bedeckt; er wird der zweite pol⸗ niſche Krieg heißen. Der General Lebaſtard de Pré⸗ mont wird allein in die Geheimniſſe des Kaiſers ein⸗ geweiht ſein.
„„General,““ ſagte der Kaiſer zu ihm,„„Sie werden nach Indien abreiſen.““
„Der General glaubte, er ſei in Ungnade gefallen, und erbleichte. Der Kaiſer reichte ihm die Hand und prach: ich einen Bruder, der ſo brav und ſo ver⸗ ſtändig wäre, wie Sie, General, ſo würde ich ihn mit der Sendung beauftragen, mit der ich Sie betraue. Lören Sie mich alſo bis zum Ende anz dann ſoll es Ihnen frei ſtehen, zu verweigern, wenn Sie die Thei⸗ lung ſchlecht für Sie glauben.““
„Der General verbeugte ſich.
„„Sicher der Gunſt Eurer Majeſtät, werde ich bis ans Ende der Welt gehen!““
„„Sie werden nach Indien abgehen und dort in den Dienſt von einem der Maharadſchas von Sind oder Pendſchab treten. Ich kenne Ihre Tapferkeit und Ihr Wiſſen als Inſtruckor: in einem Jahre werden Sie Obergeneral ſeiner Heere ſein
„„Und wenn ich einmal Obergeneral ſeiner Heere bin, Sire, was werde ich dann thun?““
„„Sie werden mich erwarten.““
„Der General wich vor Erſtaunen zurück. Der Kaiſer hatte ſo lange über ſein Project nachgedacht, daß er es als vollführt betrachtete.
„„Ah! es iſt wahr!““ ſagte er lächelnd,„„Sie wiſſen nicht, und Sie müſſen doch wiſſen, mein lieber General.““


