Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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müſſen Sie mit mir eine Viertelſtunde dieſer großen Frage weihen, von der die Zukunft der Welt abhängt; und in einer Viertelſtunde werde ich für Sie die Arbeit von fünfzehn Jahren zuſammenfaſſen.““ „Dieſe Viertelſtunde wird eine große, glorreiche rinnerung in meinem Leben ſein, Sire,““ erwiederte Alexander mit der dreifachen ruſſiſchen, griechiſchen und franzöſiſchen Höflichkeit, die ihn charakteriſirte.

„Hören Sie alſo, ich werde kurz ſein.— Eure Majeſtät gibt wohl zu, daß die Macht der Englinder in Indien eine deſpotiſche Macht iſt, nicht wahr?““

„„Es iſt mehr als Deſpotismus,““ antwortete Alexander:„es iſt Eroberung!““

„„Jede deſpotiſche Macht iſt aber auf eine der zwei Baſen: die Liebe oder die Furcht, gegründet.““

Alexander lächelte.

„Zuweilen auf beide,““ ſagte er.

„Am öfteſten aber auf die letzte. Fragen Sie nur den auf der Schwelle ſeiner elenden Hütté, wo ſich ſeine Familie im Ungeziefer wälzt, hockenden Radſcha; fragen Sie den Ackersmann, der das Laſtthier um ſeine Exi⸗ ſtenz beneidet; fragen Sie den arbeitsloſen Weber, der vor ſeinen Augen die engliſchen Percale und Mouſſe⸗ lines verkaufen ſieht; fragen Sie den durch die Abga⸗ ben zu Grunde gerichteten Zemindarz fragen Sie den

rahminen, der den Engländer ſich mit dem unreinen Thiere nähren ſieht; fragen Sie den Muſelmann, der ihn ſeine Erinnerungen und ſeine Traditionen verachten und mit ſeinen Stiefeln, faſt mit ſeinem Pferde in ſeine glänzende Moſcheen kommen ſieht; fragen Sie die ganze Hindu⸗Race, ob ſie das Joch liebe, das dieſelbe niederbeugt; und Hindu, Brahmine, Muſelmann, We⸗ ber, Ackersmann, Radſcha werden antworten:„Tod den rothen Männern, welche über's Meer von unbekannten

ſitden und von einer unbekannten Inſel gekommen ind.“