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tiefen Blicke, berührte ſie mit einer bewegten, fieber⸗ haften Hand.
„Es handelte ſich zwiſchen dieſen zwei Männern um nichts Geringeres, als um die Theilung der Welt. — Etwas Aehnliches hatte zweitauſend Jahre vorher zwiſchen Octavius, Antonius und Lepidus ſtattgefunden. Dieſe zwei Männer waren der Kaiſer Napoleon und der Kaiſer Alexander.
„„Sehen Sie,“ ſagte Ihr Vater mit ſeiner ſanf⸗ ten, aber zugleich gebieteriſchen Stimme,„„Ihnen den Norden, mir den Süden; Ihnen Schweden, Dänemark, Finnland, Rußland, die Türkei und das innere Indien bis Thibet; mir Frankreich, Spanien, Italien, den Rheinbund, Dalmatien, Aegypten, Jemen und Indien, von den Küſten bis China. Wir werden die lebendigen Pole der Erde ſein: Alexander und Napoleon werden die Erde im Gleichgewichte halten.““
„„Und England?““ fragte unbeſtimmt Alexander.
„„England verſchwindet wie Carthago; kein In⸗ dien mehr, kein England mehr, und wir Beide nehmen Indien.““
„Ein Lächeln des Zweifels ſchwebte über die Lip⸗ pen von Alexander.
„Napoleon ſah dieſes Lächeln.
„„Sie halten die Sache für ſchwierig, für unmög⸗ lich ſogar,“ ſagte er,„weil ſich Ihre Augen nie auf dieſes Problem gerichtet haben, weil Ihr Geiſt dieſe Idee nie durchgründet hat. Bei mir iſt es mein ewi⸗ ger Traum, und ſeitdem unſere Hände ſich berührt haben, Sire, iſt England todt!““
„Ich höre, Sire,““ ſprach Alexander.„„Ich kenne die ganze Gewalt Ihrer Rede und will ſehr gern von ihr beſiegt werden.““
„„Ah!““ ſagte Ihr Vater,„das wird leicht ſein; doch um wahrhaft beſiegt zu ſein, müſſen Sie Indien ſehen, nicht wie es zu ſein ſcheint, ſondern ſo wie es iſt. Wollen Sie es ſo ſehen, mein Bruder? Dann
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