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zu begreifen, ſobald Sie einmal in das Ankleidecabinet eingetreten ſind; doch wie haben Sie es gemacht, um in daſſelbe einzutreten?“
Sarranti nahm eine Kerze, ging auf die Thüre des Cabinets zu und ſagte:
„Haben Sie die Güte, mir zu folgen, Hoheit, und Sie werden mit Ihren Augen ſehen.“
Der Prinz ging hinter dieſem Manne, der ihm eine Art von abergläubiſcher Angſt einflößte, wie es ein übernatürliches Weſen gethan hätte, und gelangte mit ihm in das Ankleidecabinet.
Dieſes war hermetiſch verſchloſſen.
„Nun?“ fragte ungeduldig der Prinz.
„Warten Sie, Hoheit.“
Sarranti näherte ſich dem Spiegel, beleuchtete den Rahmen mit der Kerze, drückte auf einen in der Rand⸗ leiſte verborgenen Knopf, und die ganze Füllung drehte ſich, die mit Toilettegegenſtänden beladene Conſole mit ſich fortziehend, auf ihren Angeln und demaskirte die
effnung einer Treppe.
Der Prinz näherte ſich neugierig.
„Oh!“ fragte er,„was ſoll das heißen?“
„Das ſoll heißen, Hoheit: in dem Augenblicke, wo er im Jahre 1809 in Schönbrunn wohnte, ließ der Kaiſer Rapoleon, müde, daß er die Empfangszimmer zu durchſchreiten hatte, müde, daß er das Lächeln der in ſeinem Vorzimmer wartenden Höflinge erwiedern ſollte, damit es ihm frei ſtehe, am Morgen, am Abend, bei Nacht, bei Tage in die ſchönen Gärten hinabzu⸗ gehen, die ſich unter ihren Fenſtern ausdehnen, der Kai⸗ ſer Napoleon, ſage ich, ließ dieſe Geheimtreppe anbrin⸗
gen, deren letzte Stufe in eine Art von öder Hrangerie
geht, wohin Riemand kommt; und da dieſe Treppe von den Officieren des Genie angebracht worden iſt, ſo kennt wahrſcheinlich Niemand hier ihre Exiſtenz, und Niemand ſeit dem Kaiſer iſt hier geweſen, wenn nicht


