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„Oh!“ rief der junge Mann,„er lebte alſo! es iſt ſeine Hand, die dieſe Zeilen geſchrieben hat! Sei geliebt, ſei geſegnet mein Vater, wie Du es zu ſein verdienſt!— Herr Sarranti, umarmen Sie mich noch einmal!.. Ja, ja,“ fuhr er fort, während er den Verbannungsgefährten ſeines Vaters an ſein Herz drückte,„ja, ich werde Ihre Rathſchläge befolgen, als ob ſie aus dem Munde von demjenigen kämen, welcher nicht mehr iſt, der aber gerade dadurch, daß er nicht mehr iſt, uns ſieht, uns hört, vielleicht da iſt.“
Und mit einer Art von Schrecken ſtreckte der Her⸗ zog die Hand gegen den dunkelſten Winkel des Zim⸗ mers aus.
„Doch zuvor ſagen Sie, mein Herr, wie ſind Sie
hierher gekommen? wie ſind Sie hier eingedrungen?
wie werden Sie von hier weggehen?“
„Kommen Sie, Hoheit,“ erwiederte Sarranti, in⸗ dem er den jungen Mann ans Licht führte und ihm ein zweites Papier, einen geometriſchen Plan vorſtel⸗ lend, mit Andeutungen von der Handſchrift des Kaiſers, zeigte.
„Was iſt das?“ fragte der Herzog.
„Es iſt Ihnen nicht unbekannt, Hoheit, daß Sie im Schloſſe Schönbrunn dieſelben Gemächer inne ha⸗ ben, welche Ihr Vater bewohnte?“
„Ich weiß das, ja, und das iſt zugleich eine Qual und ein Troſt.“
„Nun wohl, werfen Sie den Blick auf dieſen Planz hier ſehen Sie ein Vorzimmer, einen Salon, ein Schlafzimmer, ein Ankleidecabinet; hier findet ſich Alles bis auf die Oeffnung der Thüren, bis auf den Platz der Meubles.“
„Das iſt ja der Plan der Wohnung, wo wir ſind.“
„Aus der Erinnerung gemacht von Ihrem erhabe⸗ nen Vater, ja, Hoheit, nach zehn Jahren und zwar Ihnen zu Liebe.“
„Ich fange an den Nutzen dieſes Planes für Sie


