Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Momente, ſchlug er die Augen ebenfalls zu Sarranti auf, und als er das rauhe, männliche Geſicht von die⸗ ſem ganz in Thränen gebadet ſah, rief er:

„Mein Herr, mein Vater hat Ihnen alſo nicht empfohlen, mich für ihn zu umarmen?“

Sarranti fiel in die Arme des jungen Mannes, und ſo einander umſchlingend,— die ſtarke Eiche und das ſchwache Rohr,— vermiſchten Beide ihre Thränen.

Als dieſe erſte Gemüthsbewegung vorüber war, bezeichnete Sarranti dem Prinzen mit dem Finger, daß unter der Haarlocke ein paar mit der Feder geſchriebene Zeilen durchſchienen.

„Von meinem Vater?“ fragte der junge Mann.

Sarranti nickte bejahend mit dem Kopyfe.

„Von der Hand meines Vaters geſchrieben?“

Sarranti wiederholte das Zeichen, das er ſchon ge⸗ macht hatte.

„Oh!“ rief der Prinz,„ich habe zehnmal meine Mutter um Etwas von dieſer Handſchrift gebeten: ſie hat es mir immer verweigert.“

Und nachdem er frommer Weiſe das Papier geküßt hatte, las er die folgenden, mit einer für jeden Andern als für einen Sohn mit unlesbarer Schrift geſchriebe⸗ nen, Worte:

„Mein geliebter Sohn,

„Die Perſon, die Dir dieſen Brief und das An⸗ denken, das derſelbe enthält, übergeben wird, iſt Herr Sarranti. Es iſt ein Kampfgenoſſe, ein Verbannungs⸗ gefährte, den ich mit der Ausführung meiner geheimſten Gedanken und meiner theuerſten Hoffnungen betraue. Höre ſeine Worte, als ob Du ſie von meinem Munde hörteſt, und welche Rathſchläge er Dir auch geben mag, befolge ſie, als ob Du die meinigen befolgen würpeß

„Dein Vater, der nur noch für Dich lebt!

„Napoleon.“

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