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verſchiedenen Epochen der Kaiſer Napoleon gewohnt: das erſte Mal, wie geſagt, im Jahre 1805, nach Auſter⸗ litz; das zweite Mal 1809, nach Wagram.
Obſchon achtzehn Jahre abgelaufen waren, war „doch die Eintheilung der Wohnung dieſelbe geblieben; ſie beſtand,— und ſie beſteht noch heute,— aus drei großen Gemächern, einem Vorzimmer und einem An⸗ kleidecabinet, Alles koſtbar ausgeſchmückt mit Sculptu⸗ ren, Vergoldungen, indiſchen Taveten, Meubles mit chineſiſchem Lackfirniß, das Ganze an die Gallerien an⸗ ſtoßend, in welchen man die Gemälde die Feſte und Feierlichkeiten des Hofes zur Zeit von Maria Thereſia und von Joſeph M. darſtellend ſieht.
Das Portrait von Kaiſer Franz von Lothringen, das von Leopold, von Joſeph und das vom regierenden Kaiſer, gemalt in ſeiner Kindheit bei ſeiner Mutter, ſchmückten den Empfangſaal, in welchem man eine ziemlich ſchöne Statue der Klugheit in Marmor aus⸗ gehauen bemerkt.
Das Zimmer des Prinzen war die dritte Piece und hatte hinter ſich nur das Ankleidecabinet.— Die Eingangsthüre lag dieſem Cabinet gegenüber.— Die⸗ ſes Zimmer war mit ungeheuren Spiegeln gefaßt in geſchnitzte und vergoldete Füllungen ausgeſtattet. Sein ein wenig düſteres Ameublement, dem es indeſſen
nicht an einer gewiſſen Großartigkeit gebrach, war von
brochirter grüner Seide mit gelben Blumen in golde⸗ nen Reflexen ſpielend; dieſe Blumen, Fantaſieblumen, näherten ſich, durch einen ſeltſamen Zufall, der Form der Bienen.
Längs einer der Seitenwände ſtand das Canapé, von dem ſchon in der Inſcenirung des vorhergehenden Kapitels die Rede geweſen iſt; das Bett hatte ſeinen Platz gegenüber dem Kamine, über welchem ein Spie⸗ gel angebracht war. 2
Dieſes Canapé, Napolevn hatte darauf geſeſſen; dieſes Bett, er war darin gelegen; dieſer Spiegel, er


