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den eiſigten Wind einer kalten Decembernacht zu be⸗ kümmern ſchien, horchte er aufmerkſam auf die gering⸗ ſten von der Seite der Stadt kommenden Geräuſche; und mehr als ein Mal machten ihn das Krachen eines Baumaſtes, das Aechzen einer Wetterfahne, oder das Knarren der letzten Thüren von Schönbrunn, die man ſchloß, beben.
Uebrigens wäre der unter ihn geſtellte Zuſchauer, der ihn betrachtet hätte, wie er in ſeiner weißen Uni⸗ form eines öſterreichiſchen Oberſten, mit ſeinen langen, blonden, gelockten, im Winde flatternden Haaren da ſtand, betroffen geweſen von der melancholiſchen Schön⸗ heit des jungen Mannes, der in dieſer nachdenkenden Haltung entweder ein die Stunde ſeines erſten Rendez⸗ vous erwartender Verliebter, oder ein von der Stille und der Nacht die Inſpiration ſeiner erſten Verſe for⸗ dernder Dichter zu ſein ſchien.
Sagen wir ſogleich, daß der junge Mann mit den blonden Haaren, mit dem melanchvliſchen Geſichte, mit dem weißen Rocke, derſelbe war, den,— obgleich er der Vorſtellung beiwohnte,— ſo lange und ſo vergeb⸗ lich die zwei Indier während des Abends, den ſie im
kaiſerlichen Theater zugebracht, geſucht hatten.
Man vermuthet nun wohl, daß es kein in den Sternen das Geheimniß der Schöpfung, die man vor ſich hat, ſuchender Dichter iſt, ſondern einfach ein Ver⸗ liebter, der mit dem Blicke den vom Monde beleuchteten Theil der Straße erforſcht, welche von Schönbrunn nach der Seilerſtätte geht, wie ein weißes Atlaßband beſtimmt, bis zu ihm die Schritte der ſchönen Tänzerin zu lenken.
Einen Augenblick,— war es Müdigkeit durch die⸗ ſelbe Stellung oder glaubte er ein entferntes Geräuſch zu hören,— richtete er ſich auf, und nun erſchien er in ſeiner ganzen Höhe. Seine Geſtalt war in der That zu hoch für ſeine Corpulenz, und ſchlank und biegſam wie der Stamm eines Pappelbaums, motivirte ſie hin⸗
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