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bleich als er, einen jungen Mann oder vielmehr ein ſechszehnjäbriges Kind geſehen, das ſelbſt in Betrach⸗ tung vor dem glänzenden Schauſpiele, welches unſer nächt⸗ lichen Spaziergänger hatte ſuchen wollen, zu ſein ſchien.
In der That, vom Fenſter aus, wo es ſtand, konntt das Kind durch die klare Atmoſphäre dieſer wie eine Frühlingsnacht lichtvollen Nacht vor ſich und unter ſich Wien ſehen mit allen ſeinen Gebäuden, ſeinen Kirchen, ſeinen hohen Thürmen, welche die zierliche Spitze ſeiner Kathedrale beherrſcht, und als Contraſt die Stadt noch beleuchtet im Innern durch die letzten Feuer, aber außen kräftig ſchattirt durch ſeine mächti⸗ gen Ringmauern und ſeine ſchwarzen Wälle; ſodann, ſenſeits der Stadt, die rieſige Donau, welche, nachdem ſie unter einen ihrer Arme die Inſel Lobau genommen hat, ihren Weg fortſetzt und ſich am Horizont in den berühmten Ebenen von Aspern, Eßling und Wagram verliert.
Auf der entgegengeſetzten Seite hätte der junge Mann den ungeheuren Wieſengrund ſehen können, um⸗ geben von Hügeln, aus denen im Ueberfluſſe die in Cascaden in die durchſichtigen Seen fallenden Waſſer hervorquollen, und deren Zugänge hundertjährige Bäume wie vorſichtige Schildwachen zu beſchützen ſchie⸗ nen. Noch aufmerkſamer ſchauend, hätte er ohne Zweifel durch den durchſichtigen Nebel dieſer Nacht den Horizont der mit Wäldern bedeckten Hügel bemerkt, welche, ſprin⸗ gend wie eine ſcheu gewordene Herde Büffel, bis zu den höchſten Gipfeln der letzten Alpen emporſteigen.
Doch es war weder das Schauſpiel von Wien, das halb entſchlummert war in ſeiner Oppoſition von Licht und Schatten, noch die murmelnden Seen, noch die munteren Cascaden, noch die nebeligen Horizonte, noch die dunklen Berge, was dieſes Kind anſchaute.
Neinz ſeine unter ihn gehefteten Augen ſchauten auf die Landſtraße, welche von Schönbrunn nach Wien führt,
und mit geſpanntem Ohre, ohne daß derjunge Mannſich um


