Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

194

Laſſen wir den Wagen der Tänzerin in die Augu⸗ ſtinerſtraße und die Krügerſtraße eindringen, und in der Seilerſtätte, wo ihr Hotel war, anhalten.

XCVI. Geſchichte eines Kindes.

Der Zuſchauer, der, das kaiſerliche Theater ver⸗ laſſend, die Einbildungskraft entflammt von dem feen⸗ artigen Schauſpiele, das er eine Stunde lang vor Augen geſehen, nach Hauſe zurückzukehren bange gehabt hätte,— aus Furcht, beim Anblicke der bekannten Ge⸗ genſtände, das Gefühl des wirklichen Lebens, das er einen Moment vergeſſen, wiederzufinden,— dieſer Zu⸗ ſchauer hätte es, um durch die dunſtige, pvetiſche Natur Ober⸗Deutſchlands das im Theater begonnene Mährchen der Tauſend und eine Nacht fortzuſetzen, er hätte es nicht unterlaſſen, ſagen wir, ſtatt wieder den Weg nach Hauſe einzuſchlagen, über den Parade⸗Platz zu ſchreiten, ſich gegen die Vorſtadt Mariahilf zu wenden, und beim Mondſcheine auf der Landſtraße hinzugehen, welche nach dem Schloſſe Schönbrunn führt, um hier, ganz nach ſeiner Gemächlichkeit, auf einer der Anhöhen ſtehend, welche das Schloß beherrſchen, das wundervolle Panorama zu betrachten, das ſich vor ihm entrollt hätte.

Er wäre übrigens vielleicht, ehe er nach dem Dorfe Meidling gekommen, ſtehen geblieben, hätte er an einem der Fenſter des linken Flügels vom Schloſſe Schön⸗ brunn, beide Ellenbogen geſtützt auf den Balcon des Fenſters, das Geſicht beleuchtet vom Monde, der minder