Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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„Sie reiſen alſo nach Petersburg?“ riefen mehrere Stimmen.

„Wenn ich nicht nach Indien reiſe, wohin mich Rundſchit Sing für ſein königliches Theater in Lahore verlangt, meine Herren, wie Sie dies aus dem pracht⸗ vollen Handgelde erſehen können, das mir heute Abend ſein Botſchafter geſchickt hat.“

„Somit iſt Ihr Engagement?..“ fragte der Graf von Himmel.

„Hier in dieſer Biſamhaut,“ antwortete die Tän⸗ zerin.„Ich zeige es Ihnen nicht, weil es in indiſcher Sprache geſchrieben iſt; morgen werde ich es jedoch überſetzen laſſen, und finde ich es ſo, wie ich zu hoffen Grund habe, ſo gebe ich allen denjenigen von meinen Anbetern, welche ſich nicht fürchten, mir zu Liebe vvn der Stelle zu gehen, Rendez⸗vvus an den Ufern des Sind oder des Pendſchab. Da es nun,“ fügte die ſchöne Roſenha bei, während ſie aufſtand,„da es hun⸗ dert Meilen von hier nach Petersburg ſind, viertauſend von hier nach Lahore, und ich, auf welche Seite ſich auch meine Wahl neigen mag, keine Zeit zu verlieren habe, ſo erlauben ſie, meine Herren, daß ich von Ihnen Abſchied nehme, mit dem ſehr aufrichtigen Verſprechen, nie die Freundlichkeiten zu vergeſſen, mit denen Sie mich überhäuften.“ 3

Und mit einem reizenden Lächeln, mit einer Ver⸗ neigung von tadelloſer choregraphiſcher Genauigkeit, grüßte die Tänzerin die erlauchte, galante Verſammkung, welche ſie, da ſie dieſelbe erſt im letzten Augenblicke verlaſſen wollte, bis auf den Theaterplatz, das heißt bis zum Fußtritte ihres Wagens begleitete, in den ſie eici wie eine Meiſe, die in ihren Käſich zurückkehrt, prang.

In dem Augenblicke, wo der Kutſcher den unge⸗ duldigen Pferden die Zügel ſchießen ließ, flogen zum Zeichen des Abſchiedes alle Hüte gleichzeitig empor, als ob ein Wetterwirbel durchgefahren wäre.

Die Mohicaner von Paris. IV. 13