Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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XCV. Was der Nazzer des indiſchen Generals enthielt.

Nach beendigter Ceremonie, wie naiv in der Legende von Malbrouk geſagt iſt, legte ſich Je⸗ der zu Bette, die Einen mit ihren Frauen und die Andern ganz allein.

Wir werden weder den Einen, noch den Andern folgen; immerhin jedoch von unſeren Rechten und Pri⸗ vilegien als dramatiſcher Schriftſteller Gebrauch ma⸗ chend, wollen wir kühn in die Couliſſen eindringen und es verſuchen, durch die matten Scheiben ihrer Loge zu ſehen, was bei der Signora Roſenha Engel vorgeht.

Vor Allem wartete bei der Thüre eine Menge von Prinzen, Kurfürſten, Markgrafen, Banquiers, Höf⸗ lingen ähnlich, welche beim kleinen Schlafengehen einer Königin antichambriren.

Die Signora Roſenha brauchte Zeit, um ihr Al⸗ mee⸗Coſtume auszuziehen, ihr Roth und ihr Weiß ab⸗ zuwiſchen, und ihr Hauskleid anzuziehen; nur dehnte ſich an dieſem Abend das Warten weit über die gewöhn⸗ liche Zeit aus; eine Folge hievon war, daß dieſe an der Thüre eines engen Ganges zuſammengeſchaarte ari⸗ ſtokratiſche Menge beinahe erſtickte und zu murren an⸗ fing,— allerdings artiger dem Anſcheine nach, jedoch im Grunde faſt ebenſo ungeduldig, als die Volksmenge, wenn ſie murrt.

Man hörte einen Tritt, der ſich der Thüre näherte, und die Thüre wurde zur allgemeinen Befriedigung ein wenig geöffnet... Doch durch dieſe ein wenig geöff⸗ nete Thüre kam die pfiffige Schnauze einer franzöſiſchen Kammerfrau hervor, und dieſe ſagte mit der Zungen⸗ fertigkeit, welche die ehrenwerthe Klaſſe der Kammer⸗