Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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treuherzigen, das mittheilſame Weſen der Indianer der Gebirge bezeichnenden Geſichte, mit leichter, ungezwun⸗ gener Tournure, mit den eleganten Manieren der In⸗ dianer der Ebene.

Man ſagte von ihm, beim Kaiſer Napoleon im Jahre 1812 in Ungnade gefallen, wegen der Oppoſition, welche er ganz laut gegen den ruſſiſchen Feldzug zu machen ſich erlaubt, habe er, da er am Anfange ſeiner Laufbahn nicht unthätig bleiben wollte, und da es ihm widerſtrebte, wie Moreau oder Jomini, in den Reihen der Feinde Frankreichs zu dienen, ſeine Dienſte Rund⸗ ſchit Sing angeboten, der ſelbſt, von einem einfachen Officier Raja oder Maharaja, mit anderen Worten, un⸗ umſchränkter König von Lahore, vom Pendſchab, von Kaſchemir und vom ganzen unbekannten Theile des Himalaya, den der Indus und der Setledtſche begrän⸗ zen, geworden war.

Dem General Allard, der die Reiterei des Raja commandirte, durch den General Ventura, welcher die Infankerie commandirte, vorgeſtellt, wurde der neue Emigrant, von dem man ſagte, er ſei ein Malteſer, und deſſen Namen man nicht wußte, bald von Rund⸗ ſchit Sing zum Commando der Artillerie mit einem Jahresgehalte von hunderttauſend Franken berufen.

Hievon kam aber nicht das ungeheure Vermögen, das er beſaß: eine ganz orientaliſche Legende ſchrieb ihm eine andere Quelle zu. Man erzählte, als der König yon Lahore eines Tages im Pendſchab die vom Malteſiſchen General commandirten Truppen gemuſtert, habe ihm dieſer einen Thron aufſchlagen laſſen, von welchem herab der König den wunderbaren Evolutio⸗ nen habe zu denen in weniger als drei Monaten vom Commandanten der Artillerie die unter ſeine Befehle geſtellten Wußßen und ihr Material dreſ⸗ ſirt worden ſeien.

Nach beendigter Revue habe Rundſchit Sing, ganz verblüfft durch das, was er geſehen, den Gehalt ſeines