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lette Indiens, wo Veroneſe ſeinen Pinſel eingetaucht zu haben ſcheint.
Im Hintergrunde der ungeheuren Loge endlich, in einer Art von Dienſtſalon, ſtehend, unbeweglich, acht Diener mit großem Barte, in langem Rocke von wei⸗ ßem Percal, einen Turban von Gold und Scharlach auf dem Kopfe.
Einer von ihnen, der beim Raja das Amt eines Herolds verſah, war der Tſchuparaſſi, ſo genannt von der langen rothen Schärpe, die er von der rechten Schulter nach der linken Seite trug, und an der eine große goldene Platte hing, auf welcher in perſiſcher Sprache die Namen, Titel und Eigenſchaften des Ge⸗ bieters eingezeichnet ſtanden.
Die Anderen waren Harkaras von Delhi, ein Tamul von Madras und ein Pundit von Benares, Titel, welche bei uns denen von Kammerherren und Janitſcharen entſprechen.
Nitten in dieſem Saale, wo die Weiße der Spitzen und der Kleider unter den Lichtern ſtrahlte wie der Schnee in der Sonne, glich dieſe glänzende, farbige, indiſche Loge einer grünen Haſe auf einem der Schnee⸗ plateaux des Himalaya, und ſchloſſen die Zuſchauer un⸗ ter den Strahlen, die ſie auswarf, ihre geblendeten Augen, ſo ſahen ſie in der Einbildungskraft vor ihnen wie ein Panvrama ſich alle Städte Indiens entrollen, deren Name allein, in unſere Ohren geflüſtert, auf uns die Wirkung eines Mährchens oder eines Liedes her⸗ vorbringt: Saſeram, Benares, Mirzapour, Kallinger, Kalpy, Agra, Bindrabund, Muthra, Delhi, Lahore, Kaſchemir. Man ſah die Paläſte, die Gräber, die Noſcheen, die Pagoden, die Kioske, die Cascaden, alle Zauberwerke der Hindu⸗Architektur vorüberziehen; es ſtrömten einem Wohlgerüche von wilden Aprikoſenbäu⸗ men und Erdbeerſtauden, duftende Rauchwolken von
Cedernzweigen, von den Bergbewohnern an den Ab⸗
hängen des Dſchawahir verbrannt, zuz und von der
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