Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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endlich, wie wir ſo eben geſagt haben, dieſem Saale den Anblick eines vrientaliſchen Palaſtes gab und hätte können an einen Traum der Tauſend und eine Nacht glauben machen, das waren die fremden ſchönen Perſonen, welche die, gewöhnlich für die Adjutanten des Kaiſers beſtimmte, Mittelloge einnahmen.

Man denke ſich in der That, den Fächer in der Hand, bekleidet mit einem weißen von Gold und Per⸗ len durchwobenen Kaſchemir, den Hals gehüllt in eine Gaze⸗Echarpe, wo, wie die Sterne durch eine Wolke blinken, herrliche Edelſteine durchfunkelten; den Kopf bedeckt mit einem Turban von Brocat, von welchem die Smarggdfedern eines Pfauen, über der Stirne mit⸗ telſt eines Diamants ſo groß wie ein Taubenei befeſtigt, ausgingen; man denke ſich einen ſchönen Indianer von fünfundvierzig bis achtundvierzig Jahren, mit voll⸗ kommen ſchwarzem Barte, den man, aus dem Stolze ſeiner Augen zu ſchließen, für einen der unabhängigen Rajas von Boghilkund oder von Bundelkund, und nach dem Reichthume ſeiner Kleidung für den Geiſt der Diamantbergwerke von Pannah gehalten hätte.

Um ihn, da wir uns einem Gemälde von Delhi oder Lahore gegenüber befinden, ſo erlaube man uns, eine indiſche Vergleichung zu gebrauchen, um ihn, wie Sterne um den Mond, vier Mädchen mit ge⸗ ſchwärzten Augenbrauen, mit ſafrangelben Wangen, mit Augen funkelnd unter den tauſend Kerzen des Saales, wie mitten in der Finſterniß die Augen der Nachtthiere, vier junge Indianerinnen, von denen die älteſte nicht fünfzehn Jahre zählte, in Gaze gehüllt und mit weißem Kaſchemir von Bukhara bekleidet.

Hinter dem Raja, das war der Titel, den man dem Fremden gab, ſechs junge Indianer, gekleidet in Gewänder von brochirter Seide, grün, blau und orangefarbig, in jenen lebhaften, warmen Tönen, nuancirt durch die Sonne ſelbſt auf der rieſigen Pa⸗