ten herbei, mit denen man zu einem Schauſpiele eilt, das man nie mehr ſehen ſoll.
Sie lief indeſſen vergebens ſeit acht Tagen war der ganze Saal gemiethet, und hätte der Saal dreißig⸗ tauſend Perſonen mehr aufnehmen können, er wäre auch gemiethet geweſen. Der Verdruß war alſo groß für alle diejenigen, welche in Toilette und ohne zu Mittag geſpeiſt zu haben, von Meidling, von Hitzing, von Baumgarten, von Brigittenau, von Stadiau und von der ganzen Gegend auf ſechs Meilen in der Runde her⸗ beigekommen, den Eintritt für Jeden verſchloſſen fan⸗ den, der nicht zum Voraus ſeinen Platz gemiethet hatte.
Es war ein Geſchrei des Aergers, des Zornes und der Entrüſtung, das, vom Paradeplatze ausgehend, bis im Parterre erſcholl, als ſich die Rachricht verbreitete, der Saal ſei ganz gemiethet, und es unterliegt keinem Zweifel, daß die wüthende Menge eine lärmende Re⸗ preſſalie ergriffen haben würde, hätten nicht die Equi⸗ pagen des Hofes, welche plötzlich herbeikamen und vor dem Theater anhielten, wie ein Damm dieſe Flut in ihr Bett zurückweichen gemacht.
Die Menge,— wir ſprechen hauptſächlich von der öſterreichiſchen Menge,— die Menge, welche nie einen tiefen Groll hat, für die es aber Bedürfniß iſt, zu ſchreien, entſchädigte ſich für die Flüche, welche auszu⸗ ſtoßen die Gegenwart der kaiſerlichen Familie ſie ver⸗ hinderte, durch den Ruf:„Es lebe der Kaiſer!“ und begnügte ſich, wie Ruy Blas, poetiſchen und pittoresken Andentens, ſtatt jedes Schauſpiels damit, daß es aus den Equipagen nach Seiner Majeſtät alle Prinzeſſinnen, Herzoginnen, Erzherzoginnen und Gräfinnen des Hofes ausſteigen ſah.
Obgleich ohne Zweifel dieſes Schauſpiel ſehr in⸗ tereſſant iſt, ſo ziehen wir es doch vor, die Ankunft der hohen Perſonen welche den Gegenſtand deſſelben bil⸗ den, bequem auf einem Sperrſitze des Theaters zu er⸗
warten, wo uns unſer Titel als dramatiſcher Schrift⸗
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