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vom Stubenthor, von der Leopoldſtadt, vom Schotten⸗ thor und von Mariahilf,— mit einem Worte von allen Vorſtädten Wiens herbeikam und, ſo zu ſagen, von den vier Cardinalpunkten gegen einen Mittelpunkt zuſammenlief, der der Burgplatz zu ſein ſchien.
Und dennoch war es nicht die Burg, wohin ſich die Menge wandte; und wenn tauſend Equipagen mit den Wappen aller großen Häuſer Deutſchlands in den Straßen in der Nähe des kaiſerlichen Palaſtes ſtatio⸗ nirten, ſo war doch weder wegen des Namensfeſtes des Kaiſers, noch wegen einer Hochzeit, noch wegen einer Geburt, noch wegen eines Todesfalles, noch wegen einer Trauer, noch wegen einer Niederlage, noch wegen eines Sieges die Stadt im Aufruhr.
Nein, dieſe ganze Menge begab ſich ganz einfach in das kaiſerliche Theater, wo die berühmte Tänzerin Roſenha Engel außerordentlicher Weiſe ihre Benefice⸗ Vorſtellung gab, da das Kärthnerthor⸗Theater gerade in einer Reparatur begriffen war.
Der europäiſche Ruf der Schönheit, der Tugend, des Talentes der berühmten Tänzerin rechtfertigte den Eifer der Einwohnerſchaft Wiens um ſo mehr, als das Gerücht ging, dieſe Vorſtellung ſei die letzte, welche Roſenha in der Hauptſtadt Oeſterreichs geben werde, weil ſie ſich anſchicke, nach Rußland zu gehen, das zu jener Zeit dem weſtlichen Europa ſeine beſten Künſtler zu entführen anfing.
Einige behaupteten ſogar, ſie ziehe ſich im Ernſte und definitiv vom Theater zurück, ſo ſehr im Ernſte, daß ſie einen Prinzen von Heſſen zu heirathen im Be⸗ griffe ſei.
Andere,— doch wir müſſen ſagen, das war die kleinſte Zahl,— verſicherte, ſie werde in ein Kloſter eintreten.
Es gab alſo tauſend Gründe, welche den Eifer dieſer Menge erklärten, und ſie lief auch mit den Schrit⸗


