Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Innern, wie wenn der Dolch ſie getroffen hätte, ſtatt das Portrait zu treffen, und als ob er 6 treffend die große Arterie des Herzens würde durchſchnitten haben.

Und dennoch, während ſie abermals erbleichte, was man unmöglich geglaubt hätte, während ſie ihren Kopf zurückwarf, als ob ihre letzte Kraft und ſogar die des Willens ſie verlaſſen hätte, beſaß ſie noch die Macht, dem jungen Manne die Hand zu reichen. Meinen Dank, Petrus, ſagte ſie;ſo wollte ich geliebt ſein!

Petrus warf ſich auf dieſe Hand, küßte ſie voll Wuth, ſtürzte aus dem Salon und rief:

Gott befohlen für immer!

Ein Seufzer antwortete ihm: Regina war in Ohn⸗ macht gefallen.

Und nun wollen wir Fräulein von Lamothe⸗Hou⸗ dan und Herrn Petrus⸗Herbel ihrer Liebesverzweiflung überlaſſen, mit einem Sprunge nach Wien gehen und ſehen, was dort am Abend des Faſching⸗Dienſtags

im Jahre 1827 vorfiel.

XCIII.

Vorſtellung zum Vortheile der Signora Roſenha Engel. Am Faſching⸗Dienſtag des Jahres 1827, gegen ſechs Uhr Abends, bot die Stadt Wien einen unge⸗ wöhnlichen Anblick. Ein Fremder, der die Menge in den Straßen ſich hätte drängen ſehen, wäre ſehr verlegen geweſen, zu ſagen, in welcher Abſicht die Bevölterung ſo heftig