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„Ho! ho! Herr Maler,“ ſagte ſie,„was haben Sie denn? Man ſollte glauben, es ſei Ihnen übel!“
Petrus, der, die Stirne von Schweiß triefend, das Auge graß, daſtand, glich wirklich einer Bildſäule der Verzweiflung.
Die Marquiſe wandte ſich gegen ihre Nichte um und wollte ſie auf die Bläſſe des jungen Mannes auf⸗ merkſam machen; doch ſie ſah Regina ſelbſt ſo bleich, daß man hätte denken ſollen, dieſe ſei auf derſelben Stelle vom ſelben Schlage getroffen worden, der den jungen Mann getroffen hatte.
Die Marquiſe de la Tournelle war eine Frau von Erfahrung: ſie errieth ſogleich, was zwiſchen den zwei jungen Leuten vorging, und indem ſie ihre Blicke bald auf das eine, bald' auf das andere richtete, wiederholte ſie zwiſchen ihren Zähnen die ausdrucksvolle Einſylbe:
„Ah! ah! ah!“
Und ſie nahm Abeille bei der Hand, aus Furcht, trotz ſeiner Jugend, begreife das kleine Mädchen etwas von dieſem doppelten Schmerze, zog ſie mit ſich fort und ſagte:
„Ich hatte Sie nichts Anderes zu fragen, meine Nichte; ich weiß nun Alles, was ich wiſſen wollte.“
Und ſie ging ab.
Kaum war der Thürvorhang hinter ihr niederge⸗ fallen, da ſtieß Petrus einen Schrei aus, zog aus ſei⸗ ner Taſche einen kleinen türkiſchen Dolch, den er ge⸗ wöhnlich bei ſich trug, und ſagte:
„Ah! und dieſes Portrait, das ich mit ſo viel Liebe machte, war für ihn, für den Grafen Rappt, für den Schändlichen! Das wird nicht ſo ſein! Ich kann das Opfer ſeines Glücks werden, ich werde nicht der MWitſchuldige davon ſein.“
Und er ſtieß den Dolch in die Leinwand und zer⸗ riß ſie von oben bis unten.
Regina hörte das Krachen der Leinwand und fühlte bei diefem Krachen dieſelbe Bewegung in ihrem


