Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Die Marquiſe biß ſich auf die Lippen. Ah! ſagte ſie,Sie erinnern mich an die wahre Frage, und ich danke Ihnen dafür; ich wußte wohl, daß ich wegen anderer Dingen gekommen war.

Weder Regina, noch Petrus antworteten.

Ich kam, fuhr die Marquiſe ſich an Petrus wendend fort,ich kam, um Sie zu fragen, ob das Portrait des Grafen Rappt bald vollendet ſei.

Regina neigte das Haupt mit einem Seufzer, der einem Stöhnen glich.

Petrus hörte die Frage der alten Marquiſe, ſah die Bewegung von Regina, begriff aber weder mehr etwas von der einen, noch von der andern.

Nun, ſprach die Marquiſe, als ſie die zwei jungen Leute ſtumm ſah,was iſt denn ſo Außerordent⸗ liches an meiner Frage?. Ich frage Herrn Petrus, ob das Portrait des Herrn Grafen Rappt vorrücke?

Ich verſtehe nicht, was die Frau Marguiſe mich zu fragen mir die Ehre erweiſt, erwiederte Petrus, in deſſen Herz ein unbeſtimmter Verdacht einzudringen an⸗

ng. 5Ich drücke mich in der That ſchlecht aus, ſagte die Marquiſe.Ich nenne durch Anticipation das Portrait von Regina: das Portrait von Herrn Rapptz es wird allerdings das Portrait des Herrn Rappt erſt an dem Tage werden, wo Fräulein Regina von Lamothe⸗Houdan Gräfin Rappt wird; da dies aber in acht bis zehn Tagen eine abgethane Sache Verzeihen Sie, Madame, fragte Petrus entſetz⸗ lich erbleichend,das Portrait, das ich hier mache, iſt alſo für Herrn Rappt beſtimmt?

Ei! gewiß, das iſt die Hauptzierde des Hochzeits⸗ gemaches.

Es trat bei dieſen Worten eine ſolche Verſtörung im Geſichte von Petrus ein, daß die Marquiſe es wahr⸗

nahm.