W
e 1e er
e, e.
m
ute
ume fer⸗ ung ſi
mich
163
Und ſich gegen den Maler umwendend, ſagte ſie:
„Verzeihen Sie mir, Herr Künſtler; ich hatte Sie nicht bemerkt. Sie befinden ſich wohl ſeit Montag?“
„Vollkommen, Madame.“
„Deſto beſſer!... Stellen Sie ſich vor, meine Nichte, wie groß mein Erſtaunen war, als ich Herrn Petrus Herbel beim General Courtenay fand, den ich
daran erinnern wollte, es ſei vorgeſtern, am Dienſtag, mein Namenstag!“
„Ich ſehe nicht ein, was Sie hiebei in Erſtaunen ſetzen konnte, meine Tante. Mir ſcheint, es iſt nichts Erſtaunliches, wenn man den Reffen bei ſeinem Oheim trifft.“
„Sie wußten das?“
„Ich wußte, daß Herr Petrus Herbel von Cour⸗ tenay der Neffe des Generals Grafen Herbel von ECour⸗ tenah iſt; ja, meine Tante, ich wußte dies!“
„Nun wohl, ich wußte es nicht.. Ich bin immer erſtaunt, wenn ein Maler mit einer Familie verwandt iſt, deren Ahnen regiert haben.“
„Madame,“ ſagte Petrus,„ich hoffe, daß eine ſo außerordentlich religiöſe Perſon wie Sie, die Apoſtel und die Heiligen über alle Könige und alle Kaiſer der Erde ſetzt.“
„Warum hoffen Sie das?“
„Ich erlaube mir, der Frau Marquiſe zu bemer⸗ ken, daß ſie mit einer Frage auf die Frage antwor⸗ tet, welche an ſie zu richten der Vicomte Pierre Cvur⸗ tenay die Ehre hat.“
So unverſchämt ſie war, die Margquiſe fand ſich ein wenig aus der Faſſung gebracht.
„Allerdings,“ erwiederte ſie,„allerdings ſetze ich die Apoſtel und die Heiligen über die Könige und die Kaiſer, weil ſie nach Jeſus Chriſtus kommen.“
„Nun wohl, Madame, der heilige Lucas war ein
Naler; warum ſollte es ein Abkömmling der Kaiſer nicht ſein?“


