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Tſcherkeſſiſch, Ruſſiſch und Deutſch ſprach. Zum Glück kannte der General letztere Sprache ſo, daß er Alles verſtand, was ihm die Prinzeſſin ſagte, und daß er ſich auch ihr begreiflich machen konnte; was den Grafen Rappt betrifft, der bis zu ſeinem neunzehnten Jahre in Ungarn erzogen worden war, er ſprach das Deutſche wie ſeine Mutterſprache.
„Dieſe Fähigkeit der Prinzeſſin und des Grafen, ſich ihre Ideen in einer Sprache mitzutheilen, mit der ſie vertraut waren, ohne indeſſen ihre eigene Sprache zu ſein, führte, wie Du wohl begreifſt, mein lieber Petrus, Annäherungen herbei... Du findeſt den Grafen Rappt unangenehm, weil er Regina zu heira⸗ then im Begriffe iſt; ich finde ihn häßlich, weil man ihn wider meinen Willen in meine Familie einſchieben wollte, und ich wie ein Hund vor dem Streiche bei dem Gedanken, mich als Vater eines ſolchen Wichtes anzuerkennen, geſchrieen habe! Doch die böſen Zungen der Zeit,— und es gab eine Menge böſe Zungen un⸗ ter der Bevölkerung Frankreichs, ſeitdem die Männer von achtzehn bis vierzig Jahren beinahe daraus ver⸗
ſchwunden waren!— die böſen Zungen der Zeit be⸗
haupteten, die Frau des Generals von Lamothe⸗Houdan ſei nicht unſerer Anſicht. Dieſes Geſchwätz kam ohne Zweifel davon her, daß der General, immer mehr die zwiſchen einem Corpschef und einem Adjutanten be⸗
ſtehende Entfernung vergeſſend, den Grafen Rappt, den er wie einen Reffen liebte, in ſein eigenes Hotel ein⸗
quartierte, weil er ſich, wie er ſagte, nicht mehr von einem Manne trennen konnte, deſſen Ergebenheit in allen Stunden ihm ſo nothwendig war.
„Bei der Rückkehr aus dem Feldzuge von 1808 wurde alſo die Prinzeſſin in den Beſitz ihres tſcher⸗ keſſiſchen Boudoirs, und der Graf in den des Blumen⸗ Pavillon eingeführt.— Du kennſt dieſen Pavillon, nicht wahr? Dort gibt Dir Fräulein von Lamothe⸗Houdan wahrſcheinlich ihre Sitzungen?“
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