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weiße Haare, als den Lamothe⸗Houdan die Milchzähne noch nicht gewachſen waren; ſie kreuzen hinter ihrem Wappen Stäbe von Marſchällen von Frankreich, doch wir haben über dem unſern eine geſchloſſene Krone.“
„Nun wohl, mein Oheim, wenn ich Ihnen die ganze Wahrheit fagen ſoll„
„Die ganze, mein Junge.“
„Oder wenigſtens, was ich denke
„Sage mir, was Du denkſt.“
„Obſchon ich die Zukunſt nie hierüber befragt habe, denke ich, wenn mein geringes Erbgut kein Hin⸗ derniß wäre, ſo würde Fräulein von Lamothe⸗Houdan den Antrag meiner Hand nicht ausſchlagen.“
„So daß, mein lieber Neffe, wenn ich zufällig,— was nicht wahrſcheinlich iſt, das muß ich Dir ſogleich ſagen,— dieſes geringe Erbgut mit einem Theile meines Vermögens nach meinem Tode ausſtaffiren würde,— und bemerke wohl, daß ich zweitauſend Mei⸗ len davon entfernt bin, einen ſolchen Gedanken zu ha⸗ en,— ſo daß, wenn ich, um mich genauerer Ausdrücke zu bedienen, Dich ausſteuern und als meinen Erben anerkennen würde, wodurch dieſes Hinderniß gehoben wäre, Du glaubſt, Fräulein von Lamothe⸗Houdan würde einwilligen, Dich zu heirathen?“
5 meinem beſten Wiſſen und Gewiſſen glaube ich das.“
„Nun wohl, mein lieber Neffe, ich wiederhole Dir in Beziehung auf Dich ſelbſt, was ich Dir in Betreff Deines Freundes, der das Kreuz ausgeſchlagen, geſagt habe: Du biſt zu jung für Dein Alter!“
„Ich, mein Oheim?“
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„Was wollen Sie damit ſagen?“
„„Ich will ſagen, Fräulein von Lamothe⸗Houdan würde Dich nicht heirathen.“
„Und warum nicht?“ „Weil das Geſetz der Frau verbietet, zwei Männer


