Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Und Sie ſehen mich hierüber ſelbſt ganz erſtaunt, mein lieber General, erwiederte die alte Dame ſcham⸗ haft die Augen niederſchlagend.

Erſtaunt! Erlauben Sie mir, Ihnen zu bemer⸗ ken, Marquiſe, daß von Ihrer Seite das Wort nicht liebenswürdig iſt. Erſtaunt! ich bitte, was kann Sie hier in Erſtaunen ſetzen?

General, legen Sie auf die Worte, die ich Ihnen ſage, nicht das ganze Gewicht, die ſie bei einer andern Gelegenheit haben könnten: ich habe Sie um einen ſo gicken Dienſt zu bitten, daß ich dadurch ganz verwirrt

in. Ich höre, Marquiſe; Sie wiſſen, daß ich ganz der Ihrige bin; ſprechen ſie! um was handelt es ſich?

Wäre das Sprüchwort:Aus den Augen, aus dem Sinne, nicht eine treffliche Wahrheit, ſagte coquett die Marquiſe,ſo würden Sie mir die Mühe, weiter zu gehen, erſparen und errathen, welche Gefäl⸗ ligkeit ich von Ihnen verlange.

Margquiſe, dieſes Sprüchwort iſt falſch, wie alle Sprüchwörter, die mir in Ihrem Geiſte nachtheilig ſein könnten; denn, obſchon ich des Vergnügens beraubt war, Sie zu ſehen, ſeit unſerem letzten Streite in Be⸗ treff des Grafen Rappt...

In Betreff unſeres...

In Betreff des Grafen Rappt, unterbrach leb⸗ haft der General;es ſind etwa drei Monate, daß der Streit ſtattgefunden hat; trotz dem, ſage ich, habe ich nicht vergeſſen, daß heute Ihr Namenstag iſt, und ich habe Ihnen ſo eben meinen Strauß zugeſchickt: Sie werden ihn finden, wenn ſie nach Hauſe kommen: das vierzigſte Strauß, den Sie von mir empfangen haben.

Der einundvierzigſte, General.

Der vierzigſte; ich halte an meinen Daten feſt, Marquiſe.

Laſſen Sie uns recapituliren.

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