Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Virgil iſt entſchieden nach Homer der erſte Dich⸗ ter der Welt Ja Und gleichſam um ſich ſelbſt Recht zu geben, fügte er bei:

Je öfter ich ſeine Verſe leſe, deſto harmoniſcher finde ich ſie.

Und ſie mit einer markigen Bewegung ſcandirend, modulirte er aus dem Gedächtniſſe ein Dutzend Verſe der Bucolica.

Hienach ſpreche man mir von den Lamartine, von den Hugo; Träumer, Metaphyſiker, alle dieſe Leute! ſagte der General.

Und er zuckte die Achſeln.

Da die Einſamkeit, in der er ſich befand, obgleich er geklingelt hatte, machte, daß Niemand da war, um ihm zu widerſprechen, ſo fuhr er fort:

Was mich übrigens bei den Alten entzückt, iſt ohne Zweifel dieſe vollkommene Ruhe, dieſe tiefe Hei⸗ terkeit der Seele, welche in ihren Schriften herrſcht.

Nach dieſer vernünftigen Reflexion hielt er einen inne; dann faltete ſich ſeine Stirne aufs

eue.

Er klingelte zum zweiten Male, und alsbald trat auf ſeiner Stirne die erſte Heiterkeit wieder hervor.

Das Reſultat dieſer Heiterkeit war die Wiederauf⸗ nahme ſeines Monologs.

Faſt alle Dichter, Redner und Philoſophen des Alterthums lebten in der Einſamkeit, ſagte er:Ci⸗ cerv in Tusculum; Horaz in Tiburz Seneca in Pom⸗ peji; und dieſe milden Tinten, welche in ihren Büchern entzücken, ſind wie der Reflex ihrer Meditationen und ihrer Vereinzelung.

In dieſem Augenblicke faltete ſich die Stirne des Generals zum dritten Male, und er klingelte mit ſolcher Heftigkeit, daß der Klöppel des Glöckchens ſich los⸗ machte und an einen Spiegel zurückſprang, den er bei⸗ nahe zerbrochen hätte.