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durch ſeine Inſtincte, durch ſeine Erziehung vom Fau⸗ bourg Saink⸗Germain war, gehörte durch ſeinen ſkepti⸗ ſchen, ſpöttiſchen Geiſt der Voltairiſchen Schule an und, ſo zu ſagen, der modernen Schule durch ſeine vorur⸗ theilsfreien Anſichten.
Wie geſagt, nur zwei Secten hatten das Privile⸗ gium, ihn in Wuth zu bringen: die Jeſuiten und die Jacobiner.
Es war alſo eine ſeltſame Miſchung von Oppoſi⸗ tionen, dieſer General Herbel.
Wollen Sie uns folgen und mit uns bei ihm ein⸗ treten? Wir werden ihn nach unſerer Bequemlichkeit ſtudiren. Er ſoll, wenn nicht eine erſte, doch wenig⸗ ſtens eine wichtige Rolle in unſerem Drama ſpielen,
und wir vermöchten nicht ſorgfältig genug zu Werke
zu gehen, um von ihm ein ähnliches Portrait zu
machen.
Man war, wie wir erwähnt haben, am Faſching⸗ Montagz der General, der die Kammer um vier Uhr verlaſſen hatte, war ſo eben in ſein Hotel, in der Rue de Varennes, zurückgekommen.
Er lag auf einer Cauſeuſe ausgeſtreckt und las in einem Buche in Quart mit Goldſchnitt und in Saffian gebunden. Seine Stirne war ſorgenvoll, mochte ihn ſeine Lecture ſo beunruhigen, oder war das, was ſeinen
Geiſt bewegte, früher als ſeine Lecture und konnte
durch dieſe nicht zerſtreut werden.
Er ſtreckte den Arm gegen ein Tiſchchen aus, ſuchte umhertappend, ohne daß er zu leſen aufhörte, fand eine Glocke unter ſeiner Hand und klingelte⸗
Beim Geräuſche der Klingel ſchien ſeine Stirne ſich zu erheitern; ein Lächeln der Befriedigung ſchwebte über ſeine Lippen; er ſchloß ſein Buch, während er ſeinen Daumen in der Oeffnung ließ, ſchlug die Augen zum Plafond auf und machte mit lauter Stimme und
mit ſich ſelbſt ſprechend folgende Reflerionen:


